Großes Interesse am Thema Tiefgarage in der Neustadt – gemeinsame Veranstaltung der LM mit dem Handels- und Gewerbeverein im Café Kreuzer

Karsten Sehlhoff brachte es auf den Punkt: Der Ingenieur will einen Impuls geben für ein zukunftsweisendes Thema. Der HGV mit seinem Vorsitzenden Thomas Küffner und die Landshuter Mitte mit ihrer Fraktionsvorsitzenden Gabriele Goderbauer-Marchner haben das Thema, das vor zwei Jahren schon in den diversen Fraktionen des Stadtrates – ergebnislos – diskutiert worden war – aufgegriffen. An die 80 Personen waren in das Café Kreuzer am Regierungsplatz gekommen, um am Montag abend einem interessanten Vortrag von Karsten Sehlhoff zu lauschen – mit Ideen, wie eine Umsetzung realisierbar wäre.

Dipl.-Ing. Karsten Sehlhoff (2.v.l.) mit (v.r.) Prof. Dr. Thomas Küffner, 1. Vorsitzender des Handels- und Gewerbevereins Landshut und Umgebung, Prof. Dr. Gabriele Goderbauer-Marchner, Fraktionsvorsitzende der Landshuter Mitte, (l) Stadtrat Hans-Peter Summer von der LM im Café Kreuzer
Dipl.-Ing. Karsten Sehlhoff (2.v.l.) mit (v.r.) Prof. Dr. Thomas Küffner, 1. Vorsitzender des Handels- und Gewerbevereins Landshut und Umgebung, Prof. Dr. Gabriele Goderbauer-Marchner, Fraktionsvorsitzende der Landshuter Mitte, (l) Stadtrat Hans-Peter Summer von der LM im Café Kreuzer

Vor allem ging es auch um die Frage, ob die Stadt – Bürger, Anwohner, Geschäftsleute, Politik – dieses Projekt WOLLEN. HGV-Vorsitzender Thomas Küffner erinnerte an das Gesamtverkehrskonzept der Landshuter Mitte – eine Idee, die der OB jetzt als Mobilitätskonzept übernommen habe, was die LM freue. Die Tiefgarage unter der Neustadt sei ein möglicher Baustein dieses Gesamtverkehrskonzeptes. Die Frage sei, wie es mit den Parkplätzen weiter gehe.

Küffner erinnerte auch an die jüngste Umfrage der LM zu dem Thema Fußgängerzone und Parken in der Innenstadt. Hier haben viele angekreuzt, sie wollten in der Innenstadt parken. Nun stehe zur Diskussion an, ob – und wenn ja, wie die Neustadt umgestaltet werden solle – es gebe verschiedene Varianten. Man wolle als Stadtrat aber agieren, nicht reagieren. Es sei redlich, die Diskussion um die Tiefgarage noch einmal zu eröffnen. Sei landshut bereit hierfür? Und so sei – sagte LM-Fraktionsvorsitzende Gabriele Goderbauer-Marchner, man dankbar, dass Karsten Sehlhoff zugesagt habe, seine Vision zu erläutern.

Hausbesitzer, Geschäftsleute, Mieter, Medienvertreter verfolgen mit Interesse der Präsentation von Karsten Sehlhoff
Hausbesitzer, Geschäftsleute, Mieter, Medienvertreter verfolgen mit Interesse der Präsentation von Karsten Sehlhoff

Wie Sehlhoff sagte, wolle er Impulse geben für eine politische Diskussion. Der erste Impuls sei schon vor Jahren erfolgt. Wegen der Breite der Neustadt sei nach seiner Überlegung eine Tiefgarage auf jeden Fall möglich bis zum Standort, wo das Kriegerdenkmal stehe. Es gehe in erster Linie um die Machbarkeit. Und machbar sei das Projekt. Der Bedarf sei gesondert abzufragen. Nach seiner Vorstellung könne, was die Anzahl der Parkplätze in einer Tiefgarage anbelangt, jede Ebene 120 Parkplätze haben – und man könne auf drei Ebenen das Projekt realisieren, wenn man wolle. Die Kosten seien abhängig von der Bauweise – man könne – Stand heute  – mit rund 30.000 bis 40.000 Euro pro Stellfläche rechnen. Alle Zahlen aber seien abhängig von einer detaillierten Planung.

Es gebe viele Beteiligte an so einem Projekt, sie alle seien einzubinden: die Stadt als Grundstückseigentümer, Betreiber, Bürger, eine Baufirma als Generalunternehmer, Investor, Fachplaner, Anwohner. Bei der Planung sei die Landshuter Hochzeit zu beachten – man könne das Projekt quasi von einer Landshuter Hochzeit zur nächsten gut realisieren.

... ein Thema, das den Stadtrat bald im Zuge des Themas Neugestaltung der Neustadt beschäftigen sollte...
… ein Thema, das den Stadtrat bald im Zuge des Themas Neugestaltung der Neustadt beschäftigen sollte…rechts die Stadträtin Dr. Dagmar Kaindl (CSU)

Nach Aussage von LM-Fraktionsvorsitzender Gabriele Goderbauer-Marchner ist gut zu überlegen, an welche Zielgruppe man denke: Anwohner, Kunden, Geschäftsleute, Touristen – die meisten der Teilnehmer im Café Kreuzer hatten eine Mischung im Auge. Stephan Koller vom Verkehrsverein Landshut sagte zu Recht, es sei eine Grundsatzüberlegung, ob man gewerbliche Parkplätze realisiere. Und Steuerberater Dr. Peter Küffner brachte auch hier die entsprechenden steuerlichen Unterschiedlichkeiten in der Behandlung des Themas zum Ausdruck. Er sagte unter Beifall: “Wir müssen und wollen hier leben, wohnen, arbeiten können.”

Stadträtin Goderbauer-Marchner erinnerte an die Äußerung des Tourismusdirektors auf einer der Stadtratssitzungen, wonach jeder Tagestourist mindestens 25 Euro in die Stadt brigne. Sie sprach aber auch an, dass Anwohner wie Geschäftsleute nicht begeistert seien von dem “aktuellen Teergeschmiere” in der Neustadt. Und das, wo man noch gar nicht wisse, wie man umgestalten wolle – es dürfe auf keinen Fall ein längerer Dauerzustand sein, den Straßenbelag in der Neustadt so häßlich zu belassen. Wenn alle, so formulierte sie als Wunsch, an einem Strang zögen, könnte man nun zwei Jahre planen, und nach der nächsten Landshuter Hochzeit im Jahr 2017 könne man mit dem Bau der Tiefgarage starten. Fakt sei, dass für viele das Parkhaus Gestütstraße zu weit draußen sei.

... die Innenstadt muss attraktiv bleiben - und attraktiver werden: für Kunden, für Touristen, für Anwohner
… die Innenstadt muss attraktiv bleiben – und attraktiver werden: für Kunden, für Touristen, für Anwohner, für Geschäftsleute – 2.v.r. Petra Maier (Grüne) – im Hintergrund Kerstin Catana von der LM, die gemeinsam mit Ulrike Aigner Flyer der LM und von Pro B 15 neu verteilte – auch dabei: Andreas Gänsbacher vom Verein Freunde der Altstadt und Kommunikationstrainer Hubert Rottenkolber
Dr. Peter Küffner, Steuerberater (l.), Brauereidirektor Stephan Koller, zugleich 1. Vorsitzender des Verkehrsvereins Landshut; (r.) Dr. Fritz Sutor von Schuhhaus Sutor
Dr. Peter Küffner, Steuerberater (l.), Brauereidirektor Stephan Koller, zugleich 1. Vorsitzender des Verkehrsvereins Landshut; (r.) Dr. Fritz Sutor von Schuhhaus Sutor

Dr. Fritz Sutor war sehr angetan und meinte, die Neustadt sei die ideale Lage für ein solches Projekt. Und durch seine Kenntnis der Situation in Deggendorf könne er sagen, dass dort der Bau der Tiefgarage den Gebäuden und deren Bausubstanz in keiner Weise geschadet habe. Alle Bürger dort seien froh über die Realisierung. Das könne auch in Landshut ein guter Schritt in die richtige Entwicklung bedeuten.

Stadtrat Tilman von Kuepach erinnerte daran, dass die Tiefgarage in Deggendort die damalige Oberbürgermeisterin Anna Eder realisiert habe.  Und er gab auch den wichtigen Aspekt zu bedenken: Wenn sich der Stadtrat für eine Neugestaltung der Neustadt entscheide (wo man ja derzeit noch nicht das Thema Tiefgarage im Auge habe), dann müsse man redlicherweise auch den Menschen sagen, dass zu weiten Teilen die Bürger dies zu bezahlen hätten!

Aktive LM-Mitglieder: Christine Kaiser, Sofie Egerer-Florian, Herbert Lanzinger (v.l.)
Aktive LM-Mitglieder: Christine Kaiser, Sofie Egerer-Florian, Herbert Lanzinger (v.l.)
Stadtrat Tilman von Kuepach, Mitglied im Bausenat, mit (l.) Geschäftsmann Hans-Jürgen Alfort
Stadtrat Tilman von Kuepach, Mitglied im Bausenat, mit (l.) Geschäftsmann Hans-Jürgen Alfort
Konzentrierte Zuhörerinnen und Zuhörer, u.a. (2.v.r.) Juwelier Ignaz Weinmayr, Chocolat-Geschäftsmann Olaf Minet (l.); auch die frühere Stadträtin  Kirsten Sauter (FW) war gekommen
Konzentrierte Zuhörerinnen und Zuhörer, u.a. (2.v.r.) Juwelier Ignaz Weinmayr, Chocolat-Geschäftsmann Olaf Minet (l.); auch die frühere Stadträtin Kirsten Sauter (FW) war gekommen
Immobilienkaufmann Hans Eller
Immobilienkaufmann Hans Eller sagte, er würde einige der Stellplätze gleich erwerben wollen  – eine Tiefgarage belebe die Innenstadt
Andere Städte haben es auch geschafft - siehe Deggendorf oder Burghausen...
Andere Städte haben es auch geschafft – siehe Deggendorf oder Burghausen…rechts Harald Dietl (LM)

Thomas Küffner, Stadtrat der LM und Vorsitzender des Handels- und Gewerbevereins, stellte unter Beifall der Anwesenden fest: Eine Tiefgarage sei eine Riesenchance für Landshut. Gabriele Goderbauer-Marchner von der LM sagte, die Äußerung von Andreas Gänsbacher vom Verein Freunde der Altstadt, die Kosten zu kalkulieren, auch zu überlegen, was mit den oberirdischen Stellplätzen passiere, sei sehr wichtig – man müsse das Thema Tiefgarage und Neustadt-Umgestaltung gemeinsam besprechen. Sie dankte am Ende allen Anwesenden für die sachliche Diskussion, vor allem dem Referenten, Karsten Sehlhoff, für seine profunden Impulse, dem Konditormeister Franz Wenninger von Café Kreuzer und seiner Frau, sowie den Helfern in der Vorbereitung des Abends, Ulrike Aigner und Kerstin Catana.

Dipl.-Ing. Karsten Sehlhoff von Sehlhoff GmbH Ingenieure und Architekten präsentiert sachlich und fachlich professionell, unaufgeregt und mit exzellenten Argumenten die mögliche Realisierung einer Tiefgarage unter der Neustadt
Dipl.-Ing. Karsten Sehlhoff von Sehlhoff GmbH Ingenieure und Architekten präsentiert sachlich und fachlich professionell, unaufgeregt und mit exzellenten Argumenten die mögliche Realisierung einer Tiefgarage unter der Neustadt