Landshuter Mitte diskutiert beim Kunstverein über Räume, Gelder und Synergien

Perspektiven für zeitgenössische Kunst

Vor den anstehenden Haushaltsberatungen im Landshuter Stadtrat haben sich am Wochenende Fraktion und Mitglieder der Landshuter Mitte (LM) Situation und Perspektiven des Landshuter Kunstvereins aufzeigen lassen. 1. Kunstvereins-Vorsitzender Raimund Reiter vermittelte den Gästen am Sonntag abend (9.11.14) um die Fraktionsvorsitzende Prof. Dr. Gabriele Goderbauer-Marchner, die Stadträte Dr. Maria E. Fick und Hans-Peter Summer und den LM-Arbeitsgruppensprecher Kultur, Mathias Paintner,  nicht nur einen Einblick in die neuen Räume in der Herrngasse. Es gab auch exklusive erste Eindrücke von den Werken Aldo Canins, die unter dem ladinischen Titel „Cuntrades y Flus“ am Freitag im Kunstverein eröffnet wird.

Arbeitsgruppensprecher Kultur, Mathias Paintner (l.) mit Ulrike Aigner, Raimund Reiter vom Kunstverein und Gabriele Goderbauer-Marchner
Arbeitsgruppensprecher Kultur, Mathias Paintner (l.) mit Ulrike Aigner, Raimund Reiter vom Kunstverein und Gabriele Goderbauer-Marchner

Die  Ausstellung von Aldo Canins, Träger des Kulturförderpreises der Stadt Landshut im Jahr 1999, ist eine der jährlich acht bis neun Ausstellungen des Kunstvereins in der Stadt. Und sie gehört mit zu den ersten in der neuen Heimstatt des Kunstvereins. Dies seien exzellent geeignete Räume in der Mitte der Stadt, wie die Gruppe der LM einhellig attestierte, einschließlich einer kleinen abgetrennten Bibliothek.

Raimund Reiter skizzierte den Gästen der Landshuter Mitte die bewegte Geschichte des Kunstvereins, früher noch als Kunstkreis, und die Rolle der zeitgenössischen Kunst. Geld- und Raumsorgen – dies habe sich bis heute heute durchgezogen, sagte Reiter. Die Herrngasse sei  inzwischen die siebte Station des Kunstvereins und biete gute Perspektiven.

Im Kunstverein: v.l. Stadträtin Dr. Maria Fick, Prof. Dr. Hubert Elser und eine Kunstinteressierte, die zu Besuch in Landshut war
Im Kunstverein: v.l. Stadträtin Dr. Maria Fick, Prof. Dr. Hubert Elser und eine Kunstinteressierte, die zu Besuch in Landshut war    (Fotos: Harald Dietl)

Doch auch in Zukunft müsse der Kunstverein schon genau kalkulieren, betonte der Kunstvereins-Vorsitzende. Denn im Gegensatz zu vielen anderen Kunstvereinen sei der Landshuter Verein nicht in einer städtischen Liegenschaft untergebracht und habe Mietkosten.

Den Mitgliedern der LM-Stadtratsfraktion erläuterte er die finanzielle Situation und Kostenentwicklung beim  Kunstverein, zumal in den nächsten Tagen die Haushaltsberatungen im Landshuter Stadtrat anstehen. „Zeitgenössische Kunst ist immer eine Nischeneinrichtung in der Stadt. Wir sind aber ein ganz wichtiger Teil in dieser Stadt“, betonte Reiter. Und: „Wir sind für alles offen“, betonte der Kunstvereins-Vorsitzende auf Nachfrage der LM-Mitglieder – von neuen Veranstaltungsformen bis hin zu Kooperationen mit der Stadt oder Synergien mit anderen Partnern.

Raimund Reiter, Vorsitzender des Kunstkreises Landshut, in den neuen Räumen in der Herrngasse - erläutert den Mitgliedern der Landshuter Mitte Perspektiven des rührigen Vereins (v.r. Hans-Peter Summer, Doris Platzer, Maria Fick, Gabriele Goderbauer-Marchner, (v.l.) Christine Kaiser, Ulrike Aigner
Raimund Reiter, Vorsitzender des Kunstkreises Landshut, in den neuen Räumen in der Herrngasse – erläutert den Mitgliedern der Landshuter Mitte Perspektiven des rührigen Vereins (v.r. Hans-Peter Summer, Doris Platzer, Maria Fick, Gabriele Goderbauer-Marchner, (v.l.) Christine Kaiser, Ulrike Aigner