Landshuter Mitte stellte Jugendumfrage vor – Jugend fühlt sich wohl

Im Café Kreuzer: Fraktionsvorsitzende Gabriele Goderbauer-Marchner (rechts) erläutert die Absicht der Landshuter Mitte, die Jugendumfrage durchzuführen
Im Café Kreuzer: Fraktionsvorsitzende Gabriele Goderbauer-Marchner (rechts) erläutert die Absicht der Landshuter Mitte, die Jugendumfrage durchzuführen

Die Jugendlichen aus Stadt und Region fühlen sich wohl in Landshut. Sie mögen die schöne, historische Innenstadt, die Geschäfte, die Freizeitmöglichkeit. Doch sie haben auch viele Wünsche und Anregungen. Dies reicht von einer guten Ausstattung der Schulen über mehr Parkplätze in der Stadt bis hin zu mehr Sport, Kultur und Ausgehmöglichkeiten.  In einer Jugendumfrage der Landshuter Mitte haben 151 Jugendliche mitgeteilt, was ihnen an Landshut gefällt, was sie vermissen oder gerne ändern würden. Die Ergebnisse hat die Landshuter Mitte mit Fraktionsvorsitzender Prof. Dr. Gabriele Goderbauer-Marchner an der Spitze nun bei einem Termin im Café Kreuzer vorgestellt. Und: Es wurde die neue Jugendgruppe der Landshuter Mitte aus der Taufe gehoben.

Konzentriert: Kerstin Catana und Harald Knips
Konzentriert: Kerstin Catana und Harald Knips

Die Initiative
Die Jugendumfrage war an den beiden Infoständen der LM im August und September durchgeführt. Die Idee dazu hatten die beiden Vorstandsmitglieder und Arbeitsgruppensprecher Harald Knips (Wirtschaft) und Kerstin Catana (Soziales). Dass am Ende so viele an der Umfrage mitmachten, war auch das Verdienst von einigen jungen LM-Mitgliedern, die sich für die Umfrage engagierten. „Das war ein großartiger Einsatz“, lobte Prof. Dr. Gabriele Goderbauer-Marchner im Beisein ihrer Stadtratskollegen Dr. Maria E. Fick und Hans-Peter Summer.

Stadträtin Dr. Maria E. Fick, LM-Mitglied Christine Kaiser, Stadtrat Hans-Peter Summer
Stadträtin Dr. Maria E. Fick, LM-Mitglied Christine Kaiser, Stadtrat Hans-Peter Summer

Die Teilnehmer
Mitmachen konnten Jugendliche bis 26 Jahre, der jüngste Umfrage-Teilnehmer war fünf. Von den 151 Teilnehmern waren 94 weiblich, 57 männlich. Die meisten, nämlich 78, beteiligten aus der Stadt Landshut, 39 aus dem Landkreis, der Rest kam aus der weiteren Region oder machte keine Angaben.

Die Ergebnisse
Die Fragebögen ausgewertet hatte Vorstandsmitglied Ulrike Aigner. Hier ein Link zur Präsentation: LM Jugendumfrage Auswertung

Und hier eine kurze Zusammenfassung mit der Auswertung der vier Fragen:

Ulrike Aigner - hier im Bild mit der Landshuter-Tafel-Leiterin Brigitte Hochban
Ulrike Aigner – hier im Bild mit der Landshuter-Tafel-Leiterin Brigitte Hochban

Frage 1: Was gefällt dir in Landshut?
Überraschend viele, nämlich 72, gaben die schöne Stadt an sich, die historische Innenstadt, die Altstadt, die vielen Sehenswürdigkeiten an. Etliche – 24 Teilnehmer lobten – die guten Einkaufsmöglichkeiten, auch die kleinen, individuellen, ja „coolen“ Geschäfte. Gelobt wurden aber auch die vielen Feste wie die Landshuter Hochzeit und die kulturellen Veranstaltungen, aber auch die guten Freizeitmöglichkeiten, auch durch die Vereine.

Frage 2: Was vermisst du in Landshut?
Die jüngeren Umfrageteilnehmer würden sich um noch mehr Spiel- und Sportmöglichkeiten, auch Outdoor, freuen. Die älteren vermissen Ausgehmöglichkeiten (auch für U18) und Discotheken mit verschiedenen Musikrichtungen. Wer viel unterwegs ist, wünscht gute Busverbindungen, aber auch ausreichende und günstige Parkplätze.

Drei der Jugendlichen der neuen Jugendgruppe der Landshuter Mitte
Drei der Jugendlichen der neuen Jugendgruppe der Landshuter Mitte: Aline-Eisa Berisa, Maximilian Fürst, Juila Catana (v.l.)

Frage 3/4: Was würdest du gerne in Landshut ändern? Und: Hast Du noch weitere Informationen, Anregungen, Kritik o.ä.?
Etliche Jugendliche gaben an, dass an Ausstattung, Turnhallen oder sanitären Anlagen an ihren Schulen etwas getan werden müsse. Andere wünschten sich mehr Freizeitmöglichkeiten, auch Events für Jugendliche. Andere wiederum nahmen die Studentenstadt Landshut ins Visier: Wohnungen seien zu teuer, die Verkehrssituation der Fachhochschule schwierig. Andere wünschten sich aufgrund der aktuellen Flüchtlingssituation mehr Veranstaltungen zum besseren Kennenlernen und zur Integration von Flüchtlingen.

LM-Schatzmeister Herbert Lanzinger und Stadträtin Gabriele Goderbauer-Marchner freuen sich, dass sich die Jugend in Landshut wohl fühlt
LM-Schatzmeister Herbert Lanzinger und Stadträtin Gabriele Goderbauer-Marchner freuen sich, dass sich die Jugend in Landshut wohl fühlt

Landshuter Mitte analysiert Ergebnisse
Aus der Sicht der Landshuter Mitte kann man einiges tun, damit die Jugendliche vor Ort, in ihrer „Heimat“, bleiben. Dies müsse man Blick auf die bevorstehenden Haushaltsberatungen berücksichtigt werden, sagte Fraktionsvorsitzende Prof. Dr. Gabriele Goderbauer-Marchner. Sie nannte unter anderen die oft genannten Themen wie die Sanierung der Schulen oder auch kostengünstige Parkplätze. „Wir müssen die Parksituation optimieren zugunsten der Innenstadt. Parken muss günstig sein, damit die Leute auch kommen“, sagte Prof. Goderbauer-Marchner. Ähnliches gelte auch für Freizeiteinrichtungen wie die Schwimmschule. Diese dürfe nicht zu teuer werden.
Die Fraktionsvorsitzende sagte außerdem zu, Anregungen, die die Politik nicht regeln könne, weil sie privatwirtschaftlicher Art seien, gerne weiterzugeben. Man habe vielerlei Kontakten zur Wirtschaft und sei auf einem guten Weg.