Vorweihnachtliche Mitgliederversammlung der Landshuter Mitte im Landshuter Hof

Im Dezember fand – kombiniert mit einem weihnachtlichen Beisammensein – eine Mitgliederversammlung des Vereins Landshuter Mitte statt. Im Gasthaus „Landshuter Hof“ trafen sich über 30 Mitglieder, um Informationen von Vereinsvorsitzendem Thomas Küffner und Fraktionsvorsitzender Gabriele Goderbauer-Marchner zu erhalten. Bei Punsch und Essen wurde rege über die Ziele im Jahr 2015 diskutiert.

Etwas Süßes zum Naschen schenkten die Stadträte ihrer Fraktionsvorsitzenden: v.l. Dr. Maria E. Fick, Hans-Peter Summer, Gabriele Goderbauer-Marchner, Thomas Küffner (nicht im Bild: Tilman v. Kuepach)
Etwas Süßes zum Naschen schenkten die Stadträte ihrer Fraktionsvorsitzenden: v.l. Dr. Maria E. Fick, Hans-Peter Summer, Gabriele Goderbauer-Marchner, Thomas Küffner (nicht im Bild: Tilman v. Kuepach)

So berichtete Thomas Küffner, dass der Vereinsvorstand sich im Januar 2016 treffen werde, um zu beschließen, ob und wen die Landshuter Mitte als Kandidaten oder Kandidatin für die Oberbürgermeisterwahl im Herbst aufstellen werde. Eine Nominierung durch die Mitglieder solle dann Ende Februar erfolgen. Die Landshuter Mitte habe immer schon gesagt, dass sie sich nicht drängen lasse – es sei noch keine Zeitnot; die LM werde sich hier optimal aufstellen und die richtigen und wichtigen Themen sachgerecht und kompetent anpacken.

Vereinsvorsitzender der Landshuter Mitte, Prof. Dr. Thomas Küffner
Vereinsvorsitzender der Landshuter Mitte, Prof. Dr. Thomas Küffner

Dass die Arbeit in der Fraktion, im Vereinsvorstand und in den Arbeitsgruppen der LM effektiv, unkompliziert und positiv in einem Miteinander funktioniere, hoben Küffner und Goderbauer-Marchner hervor. Die Jugendgruppe der LM habe sich den Namen „Junge Mitte“ gegeben, berichtete deren Sprecher Alexander Dobbrunz.

Sprecher der
Sprecher der “Jungen Mitte”: Alexander Dobbrunz

Im ablaufenden Kalenderjahr habe die Landshuter Mitte, sagte Fraktionschefin Goderbauer-Marchner, viele zukunftsweisende Anträge gestellt, teils auch gemeinsam mit anderen Fraktionen. Besonders wies sie auf die dringend notwendige Schaffung neuer Grundschulen hin – hier hatte die Landshuter Mitte gebeten, mit dem Erzbischöflichen Ordinariat in Kontakt zu treten: Die Ursulinenschule habe früher schon eine Grundschule beherbergt; so müsste kein Neubau her, der schwerlich nur zu finanzieren sei. Der Investitionsstau an den Landshuter Schulen sei groß, das Thema müsse aktiv angepackt werden, erinnerte Goderbauer-Marchner u.a. an die beengte Situation an der Staatlichen Realschule an der Christoph-Dorner-Straße.

Fraktionsvorsitzende Gabriele Goderbauer-Marchner
Fraktionsvorsitzende Gabriele Goderbauer-Marchner

Wichtig sei die Aufrechterhaltung des Lehrschwimmbeckens an der Wolfgangsschule, sagte Hans-Peter Summer, jedoch müsse – ein Antrag der LM – zunächst geprüft werden, ob nicht die Stadtwerke, die auch die Schwimmschule unter ihren Fittichen habe, auch dieses Schwimmbecken verwalten könne; vorher Gelder zu investieren, sei verfrüht. Das Klima im Stadtrat sei generell normalisiert, die LM als viertstärkste politische Kraft anerkannt.

Stadtrat Hans-Peter Summer
Stadtrat Hans-Peter Summer

Leider gehe beim Thema B15neu nichts vorwärts, bedauerten die fünf LM-Stadträte Tilman v. Kuepach, Hans-Peter Summer, Maria Fick sowie Küffner und Goderbauer-Marchner unisono. Spätestens 2016 gebe es mit der Sanierung an der Konrad-Adenauer-Straße ein Riesenproblem. Dass sich viele bei diesem Thema ganz still hielten, sei der falsche Weg. Die Bürger dürfen, so die LM, nicht im Verkehrskollaps ersticken.

Stadtrat Tilman v. Kuepach, 2.v.l., Bauexperte der Landshuter Mitte
Stadtrat Tilman v. Kuepach, 2.v.l., Bauexperte der Landshuter Mitte
Stadträtin Dr. Maria Fick mit Dr. Klaus Aichinger
Stadträtin Dr. Maria Fick mit Dr. Klaus Aichinger

Einen Sanierungs- und Finanzierungsstau gebe es auch bei kulturellen Einrichtungen. Der Bernlochnerkomplex konnte zwar – gezahlt wird im neuen Jahr – gekauft werden; für die Sanierung fehle aber das Geld. Goderbauer-Marchner forderte daher, dringend Fördermöglichkeiten zu recherchieren. Andere Städte hätten ihre jeweiligen Theater auch mit staatlichen Geldern sanieren können. Dies müsse auch für Landshut gelten, nun, wo das Gebäude in städtischem Besitz sei. Das Theaterzelt könne nur eine Interimslösung sein.

Gute Gespräche in vorweihnachtlicher Stimmung im Landshuter Hof
Gute Gespräche in vorweihnachtlicher Stimmung im Landshuter Hof

20151216_LM_MV_Altmanns+Dudeck+Hopf+KatrhinKlement

20151216_LM_MV_Alchinger+Paintner+Platzer+Goderb+Miksik

Wie wichtig die Schaffung von Wohnraum sei, betonte Stadtrat Tilman v. Kuepach; jetzt würden die LM-Themen mit den Stichworten Wohnungs(-bau-)gesellschaft aufgegriffen, sagte er, doch das sei vor drei Jahrzehnten ein richtiger Weg gewesen, aber nicht mehr 2015/2016 bei leeren kommunalen Kassen. Es gebe andere Fördermöglichkeiten für sozialen Wohnungsbau. Und – schon vor zwei Jahren habe die LM aufgezeigt, dass es in der Innenstadt 1.200 leer stehende Wohnungen gebe und einen Leerstandsbeauftragten gefordert. Damals habe das keinen interessiert. Doch hier könne man ansetzen. Wie wichtig ein Gesamtverkehrskonzept sei, bei dem man – auch – an die Radfahrer – denke, sagte Stadträtin Maria E. Fick. Das große LM-Thema einer Tiefgarage in der Neustadt habe bedauernswerterweise keine Mehrheit gefunden, betonte Stadtrat Hans-Peter Summer. Durch die Neustadt-Umgestaltung, die die LM befürworte, seien hier aber auch Dinge festgezurrt worden, die eine Tiefgarage an diesem Standort unmöglich machten; und nicht optimal gelöst sei, so Dr. Fick, die Situation für die Radfahrer in der Neustadt, die keine eigene Spur erhalten haben.

v.l. Dr. Peter Alavi, Harald Knips, Fritz Kargl
v.l. Dr. Peter Alavi, Harald Knips, Fritz Kargl

Interessant sei, so Summer auch, dass vor mehr als drei Jahren er und Gabriele Goderbauer-Marchner das Thema „Studiengang für Gebärdendolmetscher“ dem Kultusminister Spaenle in Landshut ans Herz gelegt hatten – heute sei dies realisiert und habe viele – vermeintliche Väter und Mütter. Dass die LM hier zumindest Initiator war, sei bei etlichen vergessen. Die vernünftige Sanierung des Eisstadions – ohne Luxuswünsche zu realisieren – sei auch Meinung der Landshuter Mitte, denn es gebe neben den Profis im Eissport auch viele viele Bürger und Bürgerinnen, die hier eislaufen und Sport betreiben.

v.r. Kerstin Catana, Sofie Egerer-Florian, Ulrike Aigner (die wie immer die Fotos gemacht hatte)
v.r. Kerstin Catana, Sofie Egerer-Florian, Ulrike Aigner (die wie immer die Fotos gemacht hatte)

Vereinsvorsitzender Thomas Küffner würdigte die Leistung aller LM-Aktiven in den Arbeitsgruppen, im Verein und in der Fraktion. Er sei stolz, hier der Vorsitzende zu sein. Die Infostände würden stets sehr gut angenommen, die Bürger sähen, dass die LM präsent sei und sich der relevanten Themen annehme. Dass bei der LM kein Streit, sondern gemeinsames Arbeiten gelte, werde von außen sehr positiv registriert.

v.l. Andreas Kei, Maria Fick, Hans-Peter Summer - Gabriele Goderbauer-Marchner wünscht allen ein gutes Neues Jahr 2016
v.l. Andreas Kei, Maria Fick, Hans-Peter Summer – Gabriele Goderbauer-Marchner wünscht allen ein gutes Neues Jahr 2016