012 MORGENPOST – Landshut und seine Nachbarn

Die Fraktion der Landshuter Mitte hat am Freitag, den 22.o3.19, aus Dr. Maria Fick, Claudia Zehentbauer, Hans-Peter Summer, Prof. Dr. Thomas Küffner und Tilman v. Kuepach, einen Ausflug ins benachbarte Ergolding gemacht. Es war ein derart lustiger und vergnüglicher Abend, dass die Mitglieder der Landshuter Mitte fast neidisch waren, eine solche Veranstaltung nicht in Landshut zu haben.

Das aus einer Privatinitiative gemachte Fest fand zum 32. Mal statt. Es besteht ausschließlich aus Laiendarstellern, die es darüber hinaus verstanden haben nicht nur andere, sondern sich selbst auch zu verulken. Schön war‘s.

Diese Episode gibt aber Raum für Überlegungen, wie es mit einer Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden weitergeht.

Ergolding hat rund 12 5oo Einwohner, Altdorf ca. 11 2oo und Kumhausen ungefähr

5 5oo Einwohner. Diese drei Umlandgemeinden schaffen nicht ganz 3o ooo Einwohner. Mit den der Stadt Landshut wären es 1o1 7oo Einwohner mindestens.

In Bayern fand die letzte Gebietsreform 1972 statt, die in einem absoluten Hauruckverfahren durchgeführt wurde, was teilweise böses Blut bis heute erzeugt hat. Kreise wie Rottenburg, Vilsbiburg, Mallersdorf wurden zerschlagen und zu anderen Landkreisen zusammengefügt. Noch heute sieht man Sympathien für die kleinen Organisationsstrukturen, wenn die Autos mit ROL, MAI, MAL, LF oder WÜM wieder auf den Straßen ihr altes Kennzeichen von vor 1972 tragen.

Die Stadt Landshut hat damals flussauf- und flussabwärts Kommunen erhalten, so dass die Struktur der Stadt Landshut einem langgestreckten und sehr schmalen Etwas gleicht. Zumindest politisch sei die Frage erlaubt, ob eine weitere Gebietsreform Landshut zur Großstadt machen könnte. In der Tat ist die Zusammenarbeit, auch wenn dies manchmal abschätzig belächelt wird, hervorragend. Gemeinsame Buslinien und die Abwasserbeseitigung werden teilweise gemeinsam durchgeführt und sogar die Vorwahlnummern der drei Randgemeinden sind mit der der Stadt identisch. Renomierte Autohäuser, auch wenn sie nicht in der Stadt, sondern in einer der Umlandgemeinden ansässig sind, tragen selbstverständlich im Logo den Namen der Stadt Landshut.

Auch klappt die interkommunale Zusammenarbeit im harmonischen Miteinander. Wenn Landshut im Industriegebiet Nord Flächen ausweist, begleitet das die Nachbarkommune Ergolding durchaus wohlwollend. Klar sind wir Mitbewerber auf dem Markt, wenn es um die Vermarktung von Flächen geht und klar trägt die Stadt einen Großteil von Versorgungseinrichtungen für die sie keinen Ersatz von den Kommunen bekommt. Der Landkreisbewohner kann sein Theaterticket zu den Eintrittspreisen des Landestheaters kaufen. Der Bewohner der Stadt subventioniert indirekt über seine Steuern neben dem Eintrittspreis auch alle Veranstaltungen.

Nichtsdestoweniger werden wir von den Umlandgemeinden für den Vorschlag der Fusion nur ein höhnischen Gelächter erhalten, da die Gewerbesteuereinnahmen im Verhältnis zu den Ausgaben gesehen werden müssen und eine ganz andere (Gewinn-)Spanne zulassen, als dies der städtische Haushalt verkraftet.

Nun, träumen wird man wohl dürfen und der Besuch des Hockerbergs war wirklich eine Reise zu den Nachbarn wert.

Ich wünsche Ihnen noch eine schöne Woche

Ihr

Tilman v. Kuepach

Landshuter Mitte Vorstand:
Prof. Dr. Thomas Küffner, 1. Vors.
Ulrike Aigner, 2. Vors.
Hans-Peter Summer, 3. Vors.
Herbert Lanzinger, Schatzmeister
Wolfgang Perzlmeier, Schriftführer
Neustadt 532-533
84028 Landshut
info@landshutermitte.de