Die Stadt muss endlich sparen lernen

Die Mitglieder der Landshuter Mitte, Dr. Maria Fick, Claudia Zehentbauer, Hans-Peter Summer, Dr. Thomas Küffner und Tilman v. Kuepach, haben nach der Weihnachtspause in der Fraktionssitzung vom o8.o1.18 über anstehende politische Themen beraten. Im Vordergrund stand der Bausenat vom 12.o1.18.

Hier geht es im Wesentlichen um zwei Themenkomplexe, nämlich um Standards für neue Schulen und wie sich im Dunstkreis die Schulfamilie konkret baulich entwickelt.

Ein zweites Thema stellt die Sanierung der kürzlich von der Stadt erworbenen Immobilien an der Luitpoldstraße dar.

Bekanntermaßen wächst Landshut, und damit auch die Notwendigkeit die vorhandene Schulstruktur zu überarbeiten und für mehr und zeitgemäße Klassenräume zu sorgen. Sehr gut lässt sich am Beispiel der Grundschule Peter und Paul die Entwicklung ablesen. Unterstellt man, dass nur wenige Menschen mit Kindern Landshut in den nächsten sechs Jahren verlassen, ergibt sich automatisch aber auch der Schulbedarf in den nächsten sechs Jahren. Die Kinder, die spätestens in diesem Zeitraum eingeschult werden, sind bereits geboren. Man kann also recht leicht hochrechnen, in welchem Schulsprengel welche Einschulungen in den nächsten Jahren stattfinden müssen. Aufgrund der doch genauen Zahl steht also bereits heute fest, dass zwei Schulklassen eines Jahrganges neu hinzukommen werden. Neue Schulklassen bedeuten für die Stadt als sogenannter Sachaufwandsträger, dass mehr Schulräume, größere Pausenanlagen und mehr Schulsportanlagen gebaut und vorgehalten werden müssen. Für die Grundschule Peter und Paul, die während der Sanierung, die ebenfalls notwendig ist, zunächst in die Martinsschule umziehen sollte, hat die Stadt nun einen Lösungsvorschlag erarbeitet, wonach zunächst die Schulsportanlage abgerissen und hier Unterrichtsräume gebaut werden sollten. Die Sanierung würde dann voranschreiten und erst zum Schluss würde eine neue Turnhalle errichtet werden. Man müsse also nur die Zeit des Umbaus den Schulsport aus der Schule verlagern. Die Landshuter Mitte sieht dies nicht ganz als glücklich an. Die Schulsportanlage ist sicherlich in die Jahre gekommen, ist aber an sich nicht abrisswürdig. Im Bausenat muss also versucht werden die noch guten baulichen Anlagen zu erhalten.

Ein weiterer Tagesordnungspunkt betrifft die neue Waldorfschule Landshut. Wir haben vor einigen Wochen hierüber berichtet. Die Mitglieder der Landshuter Mitte freuen sich darüber, dass dieser Schultyp auch in Landshut Fuß fassen soll. Nichtsdestoweniger sehen die Fraktionsmitglieder die Unterbringung der Waldorfschule im Gebäude der ehemaligen Martinsschule kritisch. Noch ist die Schule voll belegt, noch existiert kein belastungsfähiger Plan wie aus der vorübergehenden Unterbringung kein Dauerzustand wird und noch existiert kein Nachnutzungskonzept für die alten Gebäude an sich.

Die Stadt Landshut hat um das Rathaus II ein Gebäude des überregionalen Energieversorgers erworben mit den Hausnummern Luitpoldstr. 27 und 29 b. Im Bausenat wird nun vorgestellt, dass die Gebäude saniert werden sollen. Die Stadt geht von Kosten in Höhe von knapp 5 Mio. EURO aus, wobei rund 8o % der Summe für die Sanierung des Gebäudes Luitpoldstr. 29 b ausgegeben werden soll. Die Verwaltung schlägt eine Generalsanierung vor. Auch die intakte Elektroheizung soll ausgetauscht werden. Zukünftiger Nutzer soll das Jugendamt sein. Die Mitglieder der Landshuter Mitte Fraktion sind mit dieser Vorgehensweise keineswegs einverstanden. 5 Mio. EURO in den nächsten drei Jahren auszugeben, nur eine Immobilie für den Eigengebrauch zu sanieren, erscheint doch inakzeptabel, wenn um jeden Pfennig bei der Schulsanierung gefeilscht wird. Landshut muss die dringend notwendigen Investitionen in diesem Bereich vornehmen, bevor Sanierungen am eigenen Bürobestand vorgenommen werden. Das Objekt ist nicht so marode, als dass es nicht benutzt werden kann. Auch verfügt Landshut über ein funktionierendes Jugendamt, das sicherlich auf verschiedene Liegenschaften verstreut, auf den verschiedenen Liegenschaften dennoch gute Arbeit leistet.

Mit freundlichen Grüßen
Tilman v. Kuepach