Gemeinsam macht stark

Die Mitglieder der Landshuter Mitte Fraktion, Dr. Maria Fick, Claudia Zehentbauer, Prof. Dr. Thomas Küffner, Hans-Peter Summer und Tilman v. Kuepach trafen sich am Donnerstag, den o7.o3.19, zur Fraktionssitzung, um sich über den Werkssenat für Dienstag 12.o3.19 bzw. gemeinsamen Bau- und Verkehrssenat am Mittwoch, 13.o3.19, zu beraten.

Grundsätzlich ist es richtig, dass immer dann, wenn Umbaumaßnahmen an Verkehrseinrichtungen anstehen, sowohl der Verkehrs- wie auch der Bausenat zu hören ist. Oft ist es doch so, dass die Baufanatiker etwas beschließen, über das die Spezialisten im Verkehrsausschuss nur die Köpfe schütteln können. Zwei Themen sind durchaus von politischer Brisanz.

Zum einen gibt es seit einigen Jahren immer wieder den Wunsch die Papiererstraße im Bereich des Stadtparkes für den Autoverkehr zu sperren. Eine Forderung, der sich die Landshuter Mitte Fraktion durchaus anschließen kann. Durch die Herausnahme des Teilstückes zwischen Dammstraße und Andreas-Forster-Weg für den motorisierten Verkehr wird die Verbindungsachse zwischen Wittstraße und Bahnhof als Schleichweg unterbunden, ebenso die Abkürzung zur Podewilstraße. Die Landshuter Mitte meint, dass möglicherweise die Papiererstraße dann durch die Verkehrsberuhigung prädesdiniert wäre den öffentlichen Personennahverkehr intensiver aufzunehmen, da auf dieser Straße dann der Bus vom übrigen Verkehr unbehindert fahren könnte.

Viel heikler scheint doch die Umgestaltung der Altstadt zu sein. Richtig ist schon, dass das „bucklige“ Altstadtpflaster manchen Radfahrer zur Weißglut getrieben hat. Nichtsdestoweniger ist der historische Straßenzug als Fußgängerzone attraktiv und von der Bevölkerung angenommen. Unter dem Mantel der Barrierefreiheit versucht gerade der Oberbürgermeister sich ein Denkmal zu setzen und einen neuen Belag durchzudrücken. Der Haushalt der Stadt Landshut ist extrem angespannt, dennoch soll versucht werden von den Stadträten das Placet zu bekommen nahezu 1 Mio. € für den Umbau der Altstadt noch in den Haushaltsplan 2o19 hineinzudrücken. Barrierefreiheit bedeutet, dass bei jeder Umbaumaßnahme darauf geachtet werden muss, dass Barrierefreiheit hergestellt wird. So aber keine Umbaumaßnahmen anstehen, müssen auch Maßnahmen zur Barrierefreiheit nicht ergriffen werden. Auch Menschen mit Behinderungen können mit dem Pflaster der Altstadt momentan leben, zumindest solange, bis wieder Geld in den städtischen Kassen ist. Die Verwaltung selbst räumt ein, dass der bloße Tausch des Pflasterbelages allein nicht ausreichen wird. Um letztlich eine Lösung herbeizuführen müssen auch die Straßengradienten und die Entwässerung geändert werden, was schätzungsweise weitere 3 Mio. € kostet.

Ein mittlerweile verstorbener Stadtrat hat einmal gefordert, dass es klüger wäre, wenn die Stadt vor dem Rathaus statt Pflasterbelag Rasen ansäte. Man würde nämlich dann nicht hören, wenn das Geld mit vollen Händen zum Fenster hinausgeworfen würde.

Mit freundlichen Grüßen

Tilman v. Kuepach