Landshuter Mitte beschließt Schwerpunkte ihrer Politik

In einer Klausurtagung der Fraktion der Landshuter Mitte aus Dr. Maria Fick, Claudia Zehentbauer, Prof. Dr. Thomas Küffner, Hans-Peter Summer und Tilman v. Kuepach, am vergangenen Samstag drehte sich alles um neue politische Initiativen.

Die Mitglieder der Fraktion war sich einig, dass nur intensivst erarbeitet und begründete Thesenpapiere Wirkung zeigen können. Erinnert sei an das mit großem Interesse aufgenommene Thesenpapier zum Wohnungsbau. Hier bestätigte sich, dass eine vernünftige und mit Zahlen hinterlegte Detaildarstellung auch den politischen Gegner überzeugen kann. Bis jetzt sind bereits mehrere Forderungen aus dem Programm umgesetzt worden. Das Wohngebiet „Am Hiendl“ wurde wesentlich dichter strukturiert als die ursprüngliche Planung dies vorsieht. Ferner sei daran erinnert, dass der von der Landshuter Mitte geforderte Leerstandsbeauftragte seitens der Stadt nunmehr eingesetzt wird.

Die Mitglieder der Fraktion der Landshuter Mitte versprechen sich auch von neu erarbeiteten Schwerpunkten eine ähnliche Initialzündung. Man verständigte sich darauf, dass Prof. Dr. Küffner ein Papier zu den Landshuter Krankenhäusern erarbeiten sollte. Bekanntermaßen werden am Landshuter Klinikum in den nächsten Jahren und Jahrzehnten neue Bettenhäuser errichtet, die zwar stark bezuschusst werden, nichtsdestoweniger den städtischen Haushalt extrem stark belasten werden. Welche Chancen und Risiken sich hier ergeben, wird Prof. Dr. Thomas Küffner bearbeiten.

Die Stärkung der Frau in der Gesellschaft steht im Vordergrund der Thematik, die Claudia Zehentbauer bearbeiten soll. Die Stadt Landshut kann hier an erster Stelle den Frauen dadurch helfen, dass die Kinderbetreuung optimiert wird. Es ist in diesem Zusammenhang bereits viel geschehen. Auch die Wiederauflage der großen Koalition in Berlin wird hier Schwerpunkte setzen. Es geht also darum, wie die Stadt Landshut mit Forderungen und Gegebenheiten umgehen kann und wie effektive Hilfe zustande kommt. Es nützt den Familien wohl nichts, wenn Kinderbetreuungsplätze an einem Ende der Stadt entstehen, die Familien aber im entgegengesetzten Teil der Stadt wohnen. Auf die Ausarbeitung kann man mit Recht gespannt sein.

Frau Dr. Fick wird die Betreuung der Senioren, das Einbinden von älteren Menschen in gesellschaftsrelevante Vorgänge, erarbeiten. Erinnert sei daran, dass sogenannte Aktivsenioren ganz entscheidend auch das gesellschaftliche Leben in der Stadt prägen. Der Anteil der älteren Menschen in der Stadt Landshut ist im Verhältnis zu vielen anderen Kommunen, und auch im Verhältnis zum Landkreis Landshut, sehr hoch.

Hans-Peter Summer muss sich mit dem heikelsten Thema auseinandersetzen, nämlich dem Verkehr. Es genügt nicht Straßen auszubauen und darauf zu warten, dass die Bundesrepublik eine Nord-Süd-Umgehung um die Stadt baut, sondern darum, wie Individual- und öffentlicher Nahverkehr besser miteinander verzahnt werden.

Tilman v. Kuepach schließlich hat sich um das Problem Marketing angenommen. Wie kann ich die Stadt nach außen besser verkaufen? Wie kann ich verlorene Marktanteile zurückholen? Berechnungen haben ergeben, dass die Bevölkerung des nördlichen Landkreises durch die Sanierung der Bundesstraße 15, die jetzt sehr schnelle Autobahnverbindung nach Regensburg nützt und damit als Kaufkraftbringer für die Stadt Landshut verloren ist. Ferner soll erarbeitet werden, welche besonderen Alleinstellungsmerkmale die Stadt Landshut hat und wie diese besser herausgearbeitet werden können.

Die ersten Konzepte sollen Anfang März vorhanden sein und sollen auch in Flyern in den nächsten Informationsständen verteilt werden.

Mit freundlichen Grüßen
Tilman v. Kuepach