Landshuter Mitte will Gedenkstelle für NS-Gegner Dr. Fritz Gerlich

Die Landshuter Mitte setzt sich in einem Antrag dafür ein, eine Gedenkstelle für Dr. Fritz Gerlich einzurichten. Hier der Antrag im Wortlaut:

Die Stadt Landshut wird gebeten, in nächster Zeit eine Stelle des Gedenkens an Dr. Fritz Gerlich, Journalist und frühzeitiger Gegner des Nationalsozialismus, in der Dr.-Gerlich-Straße zu errichten.

Dies kann zum Beispiel in Form einer Gedenktafel oder Ähnlichem erfolgen, analog der Landeshauptstadt München oder wie in Regensburg bereits umgesetzt. Die Planung und Umsetzung soll in enger Absprache mit der Pfarrei St. Wolfgang erfolgen.

Die finanzielle Seite dieser Gedenkstelle soll auch mit der Pfarrei St. Wolfgang und mit dem Bischof von Regensburg, Rudolf Voderholzer, abgesprochen werden.

BEGRÜNDUNG:

Dr. Fritz Gerlich war Herausgeber der Wochenzeitung „Der gerade Weg“. In der genannten Wochenzeitung kämpfte Gerlich zusammen mit dem Kapuzinerpater Ingbert Naab in schärfster Weise gegen den NS und gegen Adolf Hitler persönlich. Gerlich setzte seinen Kampf auch nach der Machtübernahme von Hitler fort. Fritz Gerlich wurde in der Nacht vom 30.06.1934 auf 01.07.1934 im KZ Dachau erschossen.

Anlässlich eines Besuchs und zeitgleichen Vortrags vom Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer über den Widerstandskämpfer und Märtyrer Dr. Fritz Gerlich erhob der Bischof die Bitte an die Stadt Landshut, eine Gedenkstelle in besagter Straße zu errichten.

gez.
Hans-Peter Summer
Tilman v. Kuepach
Prof. Dr. Thomas Küffner
Claudia Zehentbauer
Dr. Maria E. Fick