Mensch gegen Natur?

In der Fraktionssitzung vom o2.o5.18 für die 18. Kalenderwoche 2o18 haben die Mitglieder der Landshuter Mitte Fraktion, Dr. Maria Fick, Claudia Zehentbauer, Prof. Dr. Thomas Küffner, Hans-Peter Summer und Tilman v. Kuepach, sich mit den anstehenden Ausschusssitzungen befasst.

Herausragend bei allen Themen ist natürlich die Bebauung der Ochsenau. Die schon einmal angedachte Entscheidung im März 2o18 wurde nach intensiver Diskussion in die sogenannte zweite Lesung geschickt, da einige Mitglieder des Bau- und Umweltsenates noch dringenden Diskussionsbedarf hatten. Die Mitglieder der Landshuter Mitte verweigern sich keineswegs gegen eine sachliche Diskussion, weigern sich aber schlagwortartig aufgebauschte Feindbilder, wie Mensch gegen Natur, zu akzeptieren. Vor gut 2o Jahren wurde ein weitreichender Kompromiss zwischen den Vertretern der Stadt und den Naturschutzverbänden getroffen. Von den 28o ha des ehemaligen Standortübungsplatzes Landshut wurden 26o ha in die Obhut des Naturschutzes genommen und 2o ha, eben in der Ochsenau, für eine zukünftige Wohnbebauung reserviert. Die Mitglieder der Landshuter Mitte hatten zum damaligen Bau- und Umweltsenat vom o2.o3.18 vorauslaufend schwere Geschütze gegen die konservative Mehrheitsfraktion erhoben. Alle diese vermuteten Bedenken haben sich als wahr herausgestellt. Akribisch wurde in den vergangenen Wochen versucht den Druck auf die Stadt zu erhöhen, damit die Flächen auch in Zukunft nicht bebaut werden sollen. Neben einem Millionenverlust für die Heilig-Geist-Stiftung der Stadt Landshut, die auf Vorrat das Grundstück für die Stadt angekauft hat, fehlt auch eine gut erschlossene dringend notwendige Fläche für den Wohnungsbau. Jede Baumaßnahme stellt einen Eingriff in die Natur dar. Auch Kleinstlebewesen haben selbstredend den besten Schutz zu erhalten. Ob eine Bebauung auf dem Gelände möglich ist oder ob unüberwindbare Hindernisse, wie die Zerstörung wichtigster Naturlandschaft drohen, wenn die Ochsenau bebaut werden soll, haben aber nicht selbsternannte Naturapostel festzulegen, sondern sind in einem geregelten Bauverfahren abzuklären. Nur wenn der Bebauungsplan in der Sitzung vom o4.o5.18 aufgestellt wird, kann im Verfahren und in der Anhörung der Träger öffentlicher Belange herausgebracht werden, ob die Bebauung möglich oder nicht möglich ist. Dies findet tagtäglich statt.

So wird der anschließende Bausenat sich mit einer Photovoltaikanlage an der A 92 beschäftigen. Hier wurden im Verfahren Nistplätze der Grauammer festgestellt. Sollte dieser geschützte Vogel an dieser Stelle nicht erhalten werden, wäre das das Aus für den Bebauungsplan. Die Landshuter Mitte versteht nicht, dass nicht alles unternommen wird Natur und Wohnen in einen Gleichklang zu bringen. Dass die Stadt Landshut wächst ist auch einer guten Politik zu verdanken. Oberbürgermeister Deimer, der vor über 2o Jahren den damaligen Kompromiss mit den Naturfachverbänden geschlossen hat, war weitsichtig genug diese Fläche für die Bebauung zu reservieren. Es gibt keinen Grund auf diesen Kompromiss jetzt zu verzichten. Die Stadt Landshut benötigt dringend die entsprechenden Wohnbauflächen.

Zu den Einzelheiten darf ich Sie auf unseren Artikel „Landshuter Mitte für Wohnbebauung in der Ochsenau“ verweisen, der unter dem Punkt „Aktuelles“ hinterlegt ist.

Mit freundlichen Grüßen
Tilman v. Kuepach