Gut durchdachter Antrag der Landshuter Mitte zum Thema Wohnen (Teil 1)

Die Landshuter Mitte – sowohl die Fraktion als auch der Verein – haben sich große Gedanken zu dem wichtigen Thema WOHNEN in der Stadt gemacht.

Auf dieser Internetseite der Landshuter Mitte finden Sie den neuesten Flyer hierzu.

http://landshuter-mitte.de/start/wp-content/uploads/2014/02/LM-Flyer-Wohnen.pdf

LM-Flyer-Wohnen

 

Zugleich hat die Landshuter Mitte – die vier Stadträte gemeinsam mit den engagierten Stadtratskandidaten und Fachleuten Rechtsanwalt Til von Kuepach und Bau-Ingenieurin Claudia Zehentbauer, begleitet von den kompetenten Fachleuten der Arbeitsgruppe Bauen der LM – einen Antrag im Stadtrat eingereicht (mit Datum 5.2.2014). Hier der Wortlaut:

Stadtratsantrag: Mehr Wohnraum in Landshut

Der Stadtrat möge beschließen:

1.)  Zur Aufwertung der Altbausubstanz und zur Verminderung von Leerständen von Wohnungen möchte die Stadt die Stelle eines/einer Leerstandsbeauftragten aus dem vorhandenen Pool der Mitarbeiter schaffen. Ein/e motivierte/r Mitarbeiter/in soll sich sowohl um die Belange des Denkmalschutzes so kümmern, dass vor Ort mit den betreffenden Bürgern/Eigentümern Absprachen getroffen werden können (Zusicherung im Sinne von Artikel 39, Verwaltungsverfahrensgesetz, VwVfG), als auch mit den Eigentümern Kontakt aufgenommen wird, die leere (teilweise unvermietbare) Wohnungen besitzen. Gleichzeitig soll der/die Beauftragte auch von sich aus auf Hauseigentümer zugehen und anbieten, welche städtebauliche Vereinbarungen, denkmalschutzrechtliche Möglichkeiten und Förderungen seitens der Stadt/des Staats bestehen.

2.)  Die Stadt nimmt in Zukunft aktiver am Grundstücksmarkt teil und soll flächig Bauland nur ausweisen, wenn die sogenannte Drittel-Drittel-Drittel-Lösung akzeptiert wird: ein Drittel für den Baulandeigentümer alt, ein Drittel für die Erschließung (Abdeckung von Erschließungskosten) und ein Drittel zur freien Verfügung der Stadt. Hier sollen die Flächen vor allem an Familien, bevorzugt für Mehrgenerationenhäuser, so kostengünstig wie möglich abgegeben werden.

3.)  Die Stadtverwaltung wird gebeten, Räume für Nachverdichtungen aufzuzeigen, wo also zum Beispiel in rückwärtigen Bereichen von übergroßen Grundstücken weitere Baumöglichkeiten bestehen.

4.)  Der bestehende Flächennutzungsplan wird Basis für eine Landshuter Siedlungsstrategie. Anhand des Flächennutzungsplans soll herausgearbeitet werden, wie in Landshut bis 2030 für 75.000 Menschen adäquat Wohnraum gefunden werden kann.

Begründung:

1.)  Die Stadt München wächst geringfügig langsamer als die Stadt Landshut. Heute hat München 1.463.000 Einwohner und rechnet für 2030 mit 1.663.000 Einwohnern – linear hochgerechnet sind dies 13,67 Prozent. Landshut hat rund 66.000 Einwohner. Bei dem gleichen linearen Wachstum hätte Landshut 2030 insgesamt 75.000 Einwohner. Auf die bestehende Wohnungszahl hochgerechnet, müssen rund 4000 Wohnungen neu geschaffen werden. Die oben genannten Maßnahmen sind geeignete Mittel, frühzeitig zu reagieren und vorzubauen.

2.)  In Landshut stehen rund 1230 Wohnungen leer. Derzeit beträgt der Wohnungsbestand rund 34.000 Wohnungen. Davon wohnen nur rund 36,6 Prozent der Eigentümer in ihren eigenen Wohneinheiten (Eigentumsquote). Im Vergleich: Der Landkreis Landshut hat eine Eigenheimquote von 62,4 Prozent zu verzeichnen.

3.)  Das so genannte Leerstands-Potenzial muss genutzt werden. Nahezu die gesamte Innenstadt weist in den unteren Etagen den Nutzungszweck “Gewerbe” auf. Die darüber liegenden Wohnungen sind meist leer und in einem Zustand, dass sie nicht vermietet werden können.

4.)  Mit dem Projekt der Landshuter Mitte “langfristige Siedlungsentwicklung Landshut” (LaSiLa) sucht die Landshuter Mitte Antworten. Mit einer/einem Leerstandsbeauftragten soll eine zentrale Anlaufstelle geschaffen werden, wo sich der interessierte Bürger sich zum Beispiel über Möglichkeiten und Belange des Denkmalschutzes ebenso informieren kann, wie über steuerliche Erleichterungen, Zuschüsse, barrierefreies Bauen und energetisches Sanieren. Andere Kommunen haben hier bereits gute Erfahrungen.

gez. Prof. Dr. Thomas Küffner, Prof. Dr. Gabriele Goderbauer-Marchner, Hans-Peter Summer, Dr. Maria E. Fick

Eine Pressekonferenz zu dem wichtigen Thema und der Idee eines speziellen Beauftragten gab wichtige Anregungen (Details folgen). Hier ein Bild von der Pressekonferenz im Börsencafé in Landshut.

Wohnen in Landshut, in einer wachsenden Region: v.l. Fraktionsvorsitzender Prof. Dr. Thomas Küffner, Stadträtin Dr. Maria E. Fick, Stadtrat Hans-Peter Summer, Bau-Ingenieur Harald Kienlein, Bau-Ingenieurin Lisa Diewald, (sitzend) Bau-Ingenieurin Claudia Zehentbauer, Bau-Rechtsanwalt Tilman von Kuepach, Stadträtin Gabriele Goderbauer-Marchner
Wohnen in Landshut, in einer wachsenden Region: v.l. Fraktionsvorsitzender Prof. Dr. Thomas Küffner, Stadträtin Dr. Maria E. Fick, Stadtrat Hans-Peter Summer, Bau-Ingenieur Harald Kienlein, Bau-Ingenieurin Lisa Diewald, (sitzend) Bau-Ingenieurin Claudia Zehentbauer, Bau-Rechtsanwalt Tilman von Kuepach, Stadträtin Gabriele Goderbauer-Marchner