Listenplatz 1 – Tilman von Kuepach

Liebe Landshuterinnen, liebe Landshuter,

hier möchte ich, als OB-Kandidat der Landshuter Mitte, mich etwas näher vorstellen.

Ich, Tilman v. Kuepach, bin als Ältester von zwei Söhnen des Arzt-Ehepaares Dres. med. Ina und Max v.Kuepach am 23. April 1959 geboren. Mit zwei Ärzten als Eltern kann man sich gut vorstellen, dass die Gespräche am Mittagstisch sich ausschließlich mit medizinischen Themen beschäftigten. Ohne im zarten Knabenalter je einen offenen Bauch gesehen zu haben, hätte ich mir ohne Weiteres zugetraut, einen Blinddarm zu lokalisieren.

Die Laufbahn eines potentiellen Arztes hat also schon in frühen Jahren einen Knacks erlitten. Geprägt mehr, als man meinen könnte, war der Besuch des Hans-Carossa-Gymnasiums in Landshut. Ich habe dort die Klassen 5 bis 13 von 1969 bis 1978 absolviert. Die Zeit ist deshalb wichtig, um zu zeigen, dass unsere Lehrer teilweise noch Kriegsteilnehmer waren, wobei ein Lateinlehrer sogar die Schlacht von Stalingrad und die anschließende Gefangenschaft überlebt hatte. (In und um Stalingrad starben 1942/43 rund 700 000 Menschen!). Gleichzeitig waren die jungen Lehrer vom „Bazillus der 1968-er Revolte“ angesteckt.

Diese unterschiedlichen Sichtweisen auf den gleichen Unterrichtsstoff wird es wohl nie wieder geben, aber gleichzeitig waren sich alle Lehrer absolut einig, dass der Krieg an sich das Schlimmste sei, was es geben könne und wie wichtig es sei, für eine echte Demokratie einzutreten. Es gab die DDR zwar noch lange, aber die Ostpolitik mit Entspannung und die Olympischen Spiele von München 1972 haben die Bundesrepublik sehr geprägt.

Ich studierte Jura in Tübingen und München. Wie die meisten meiner Schulkameraden bin ich nach den Lehr- und Wanderjahren wieder nach Landshut zurückgekommen. Als junger Referendar habe ich mir mit meiner Familie dann am Hofberg ein altes abgewohntes Haus gekauft, das ich selbst, da ohne genügend Geld, von Grund auf renoviert habe. Die Ziegel des Hauses stammten, wie sich herausgestellt hat. im Übrigen aus dem Abbruch des Franziskanerklosters am späteren Prantlgarten Anfang des 19. Jahrhundert.

Damit war die Laufbahn als Anwalt für Baurecht vorgezeichnet. Und für mich ist der „Bau“ ein Lebewesen. Kein anderes Feld der menschlichen Betätigung, außer dem Schreiben von Büchern vielleicht, hat auch das Bild unserer Erde mehr verändert. Denken Sie an die Pyramiden oder in Landshut an die Martinskirche.

Es soll nicht kitschig wirken, aber ich wollte Stadtrat werden, weil ich in Landshut mein Glück gefunden habe. Mit meiner Frau wurden mir drei Söhne geschenkt, auf die ich mächtig stolz bin. Sie haben sich selbst ihr Leben aufgebaut, ohne großartiges Zutun ihrer Eltern. Sie haben sich alle drei für ihr Leben entschieden und sind auch alle drei erfolgreich. Zwei meiner Söhne haben selbst wieder Söhne, insgesamt also drei Enkel setzen die Reihe bis dato fort. Und dieses Glück will ich teilen. Ich möchte mein gelerntes Wissen einbringen, um der Stadt Landshut und ihren Bürgern auch meinen persönlichen Dank abzustatten.

Mein Beruf verlangt ein intensives Nachdenken über haufenweise Probleme, die an den Anwalt hergetragen werden. Das gelingt mir am besten mit meiner kleinen Landwirtschaft, die im östlichen Landkreis Landshut gelegen ist. Es ist auch ein alter Traum, sich selbst versorgen zu können. Mit den meisten Sorten von Obst, auch Aprikosen, gelingt das gut. Auch Kartoffeln, Tomaten und Zwiebeln und so weiter brauchen wir nicht zu kaufen. Sogar unser Speiseöl (aus Walnüssen) und Essig wird selbst hergestellt. Mit Salz oder Pfeffer hapert es noch.”

Meine politischen Schwerpunkte 

Landshut wird momentan wie ein Gemischtwarenladen betrieben. Kommt ein Investor, wird ihm auch für die unpassendsten Objekte der Weg geebnet, ohne dass die Stadt Rücksicht auf die Umgebungsbebauung oder eine weitere Entwicklung Rücksicht nimmt. Die Stadt und ihre momentane Spitze hat nicht begriffen, dass sie als „Boomtown“ die Regeln der Entwicklung vorgeben muss. Die Stadt wurde im Mittelalter regelgerecht entwickelt. Eine solche Planung gibt es aber heute nicht.

Die Stadt muss sich den naturgegebenen Veränderungen stellen, die Klima- und demographischer Wandel mit sich bringen. Der Verkehr, der täglich Tausende von Pendler mit Autos in die Stadt schwemmt, muss genauso gesteuert werden, wie die Schaffung von wohnortnahen Versorgungseinrichtungen. In ein paar Jahren sind 25 Prozent der Bevölkerung älter als 65 Jahre.

Die Stadt ist fast hoffnungslos überschuldet. Es muss ein Konzept gefunden werden, notwendige Investitionen dennoch, also trotz leerer Kassen, zu schultern. Ich denke an den Neubau des Theaters, um nur ein Beispiel zu nennen. Wir können auch nicht hemmungslos Schulden machen auf Kosten der jungen Generation.

Landshut wird weiter wachsen. Hier wird mit den Füßen abgestimmt. Wir können selbst wenig steuern, sondern müssen alles unternehmen, um die Infrastruktur zu ertüchtigen. Selbst, wenn eine europäische Wirtschaftskrise ausbricht, wird die Metropolregion München immer wirtschaftlich besser dastehen als Regionen fern der Mitte. Wir haben bereits eine Ausländerquote von über 18 Prozent, zumeist glücklicherweise aus dem europäischen Ausland. Die Menschen müssen wir integrieren. Sie dürfen nicht Bürger zweiter Klasse werden, gerade die Kinder müssen unsere Sprache so schnell als möglich lernen. Wir brauchen auch dringend Zuzug und Facharbeiter. Wer – wenn nicht junge, arbeitswillige Zuzügler – baut unsere Häuser, unterstützt in Gesundheits- und Pflegeberufen und stabilisiert mit Beiträgen auch unsere Renten

Und wir leben von der Arbeit. Wir brauchen lebendige Arbeitsplätze auch die der alten analogen Industrie. Produkte aus Deutschland haben in allen Zeiten Weltruf und das wird so bleiben, wenn wir den Firmen auch den notwendigen Rückhalt gewähren und wenn wir nicht weiter Bürokratie aufbauen.

Alle diesen Aufgabenstellungen gilt es in Zukunft, im Herz und Sachverstand anzugehen, um unserem Wahlversprechen „Gemeinsam für ein lebenswertes Landshut!“ gerecht zu werden.

 

Unterstützen Sie unsere Stadtratskandidaten mit Ihrer Stimme bei der Stadtratswahl sowie mich ganz persönlich mit Ihrer Stimme für den Landshuter Oberbürgermeister. Herzlichen Dank!

Einer meiner Lieblingsplätze in Landshut

 

Wollen Sie noch mehr von mir wissen? Dann schauen Sie sich gerne folgenden Interviewbeitrag von NiederbayernTV an, gedreht an einem meiner Lieblingsplätze in Landshut: auf dem Wochenmarkt.

Hier geht es zum Beitrag:

https://landshut.niederbayerntv.de/mediathek/video/talk-mit-tilman-von-kuepach-ob-kandidat-stellt-sich-privat-vor/