Wenig kommen “aus der Deckung” – Was passiert nun nach dem Aus der B15neu?

Persönlicher Appell der Landshuter Mitte – von Gabriele Goderbauer-Marchner, Fraktionsvorsitzende der LM

Die Landshuter Mitte nimmt zur Kenntnis, dass das Thema B15neu von der Politik beerdigt wurde. Rasch. Mit einem Federstrich. Ohne viel Diskussion. Ohne Parlament. Ohne Einbeziehung der Gremien, der Menschen, die seit vier Jahrzehnten sich für diese Straße eingesetzt haben.

Nicht, weil diese Menschen wilde Straßenbauer seien. Nicht, weil diese Menschen die Natur zubetonieren wollen. Nicht, weil diese Menschen keine Tiere schützen wollen.

Es ging diesen Menschen um ein ausgewogenes Verhältnis von Mensch und Natur. Es ging diesen Menschen um eine Linderung der Situation derer, die tagtäglich und nächtens von enormen Straßenverkehrsbelästigungen schikaniert werden. Es ging diesen Menschen um eine verbesserte Situation all derer, die laufend im Stau stehen.

Nun muss man nach vorne schauen. Nun muss man die Politik in München wie in Berlin beim Schopfe packen, damit für Landshut und die Region kein Stillstand entsteht. Nun muss etwas geschehen.

Der Landkreis hat hier mit seinen Bürgermeistern ein erstes Signal gesetzt.

Interessant, dass nur ganz wenige sich aktuell noch “outen”, dass sie für die B15neu gewesen wären. Auf CSU-Seite ist da Erwin Huber zu nennen. Der SPD-Mann Florian Pronold, noch als Bekenner auf der Initiative-Pro-B15neu mit Foto zu sehen, ist doch recht stumm bei diesem Thema. Viele andere auch.

Ein Lob an die IHK für Niederbayern. Sie hat am 21. Januar in einer ausführlichen Pressemitteilung deutlich gemacht: Die IHK fordert ein “klares Bekenntnis zum bedarfsgerechten Ausbau”. Man dürfe die regionale Entwicklungsachse nicht abwürgen, schreibt die Körperschaft des öffentlichen Rechts auf ihrer Homepage. Es gehe um den wirtschaftlichen Aufschwung Niederbayerns! Unternehmen müssten besser erreichbar sein. Für die Mitarbeiter, für die Zulieferer, wie wahr. Und es dürfe kein “scheibchenweises” Zurückdrängen stattfinden. Es gehe um Wettbewerbsfähigkeit und um Arbeitsplätze. Die IHK wird deutlich, wenn sie sagt: “ungeachtet öffentlichkeitswirksamer Protestaktionen”.

Das ist deutlich. Das ist ehrlich. Das erfordert nun, dass die Politik sich der niederbayerischen Infrastruktur annimmt. Die Gemeinden der Region, die Stadt Landshut, sie alle hoffen auf nun gute Vorschläge. Ohne das St.-Florians-Prinzip.

Aber – seit Minister Herrmanns “Aus” ist von München nichts mehr zu hören gewesen. Eine knappe Woche ist vergangen. Daher die Bitte: Legt Konzepte vor. Seid kreativ. Für die Menschen in Niederbayern. Für deren Arbeitsplätze.

Engagiert für Verkehrsberuhigung und Arbeitsplätze i der Region - die fünf Stadträte der LM: (v.r.) Tilman von Kuepach, Hans-Peter Summer, Maria E. Fick, Gabriele Goderbauer-Marchner, Thomas Küffner
Engagiert für Verkehrsberuhigung und Arbeitsplätze in der Region – die fünf Stadträte der LM: (v.r.) Tilman von Kuepach, Hans-Peter Summer, Maria E. Fick, Gabriele Goderbauer-Marchner, Thomas Küffner