Offene Fragen beim Hochwasserschutz – Landshuter Mitte diskutierte mit Bürgern im Stadtteil West – Auch Tankstelle Thema

Fraktion und Verein der Landshuter Mitte (LM) haben die Stadtteil-Reihe „Landshuter Mitte vor Ort“ fortgesetzt und mit den Bürgern im Stadtteil West diskutiert. „Wir wollen zuhören, wo es brennt“, sagte  LM-Fraktionsvorsitzende Prof. Dr. Gabriele Goderbauer-Marchner – und danach nach Möglichkeit helfen. Bei der Diskussion kristallisierten sich einige Schwerpunkte heraus: die künftige Infrastruktur und der Verkehr im wachsenden Stadtteil West und Fragen des Hochwasserschutzes. Ein Ergebnis des Abends: Um offene Fragen in Sachen Hochwasserschutz zu klären, möchte die LM weitere Gespräche mit dem Wasserwirtschaftsamts führen mit dem Ziel, eine Informationsveranstaltung besonders für die Bewohner in Löschenbrand zu organisieren.

LM-Mitglied Andreas Kei hatte die Veranstaltung vorbereitet und die Themen zum Stadtteil Westen aufbereitet
LM-Mitglied Andreas Kei hatte die Veranstaltung vorbereitet und die Themen zum Stadtteil Westen aufbereitet

LM-Mitglied Andreas Kei, der die Veranstaltung souverän leitete, sagte in seiner Einführung, der LM sei wichtig, in den Stadtvierteln präsent zu sein, Informationen weiterzugeben und auch Gelegenheit  zu geben, die Stadträte zu fragen. Aus der Fraktion war diesmal neben der Fraktionsvorsitzenden Prof. Dr. Gabriele Goderbauer-Marchner auch Stadtrat Hans-Peter Summer vor Ort. Später kam auch noch Stadträtin Dr. Maria E. Fick mit einigen weiteren Bürgern hinzu. Fragen gab und gibt es viele. Denn: „Der Landshuter Westen ist stark angestiegen im Wert“, formulierte es Andreas Kei. Neue Entwicklungschancen gebe es unter anderem auf dem Areal der Bayerischen Milchindustrie mit rund 200 neuen Parzellen.

Aufmerksame Zuhörer im Landshuter Hof in Löschenbrand...

Aufmerksame Zuhörer im Landshuter Hof in Löschenbrand…

...im Laufe des Abends füllte sich der Nebenraum - für 10 Minuten war auch ein Vertreter der Landshuter Rundschau kurz da
…im Laufe des Abends füllte sich der Nebenraum – für 10 Minuten war auch ein Vertreter der Landshuter Rundschau kurz da

Andreas Kei gab zu bedenken, dass es nach wie vor im Westen keine Tankstelle gebe, in der Oberndorfer Straße dafür aber gleich zwei, in nur 1,5 Kilometer Entfernung. Das Tankstellen-Thema sei wichtig, antworte darauf Prof. Dr. Gabriele Goderbauer-Marchner, zumal viele Autofahrer durch den Westen fahren würden. Doch dies seien – ähnlich wie bei der Ansiedlung von Supermärkten – privatwirtschaftliche Entscheidungen. „Wir sind da dran, aber wir haben hier als Stadtrat wenig Einfluss“, sagte die Fraktionsvorsitzende. Richtig und wichtig sei aufgrund der Entwicklung des Viertels die Infrastruktur im Auge zu haben, gerade auch im Bereich des Verkehrs. Sie erinnerte daran, dass sich die LM von Beginn an für die B15 neu ausgesprochen habe – und dafür stehe die LM nach wie vor. Es gehe um einen vernünftigen Straßenbau, es müsse nicht alles vierspurig ausgebaut werden.

Stadtrat Hans-Peter Summer ...

Stadtrat Hans-Peter Summer …

...und Fraktionsvorsitzende Gabriele Goderbauer-Marchner (rechts) begrüßten die Gäste - später kam auch noch Stadträtin Dr. Maria Fick, die vorher auf einem Termin für die LM war
…und Fraktionsvorsitzende Gabriele Goderbauer-Marchner (rechts) begrüßten die Gäste – später kam auch noch Stadträtin Dr. Maria Fick, die vorher auf einem Termin für die LM war

Einige Bürger, vor allem aus Löschenbrand, brachten ihre Sorgen in Sachen Hochwasserschutz vor allem mit Blick auf die Flutmulde und die Pfettrach zum Ausdruck. Außerdem äußerten sie ihre Ängste, bei Hochwasser erneut das Grundwasser in ihren Kellern zu haben. Die Nachwehen des Hochwassers aus dem Jahr 2013 seien immer noch spürbar.

Aufmerksame Zuhörer beim Thema Hochwasser: Christine Kaiser und Harald Knips, der die Arbeitsgruppe Wirtschaft der LM leitet

Aufmerksame Zuhörer beim Thema Hochwasser: Christine Kaiser und Harald Knips, der die Arbeitsgruppe Wirtschaft der LM leitet

Stadtrat Hans-Peter Summer sprach konkret von einem „Grundwasser-Problem“. Er hatte zuletzt auch Gespräche diesbezüglich mit dem Wasserwirtschaftsamt geführt. Wichtige Erkenntnisse daraus: Es wurde die kleine Isar ausgebaggert, nun würden Arbeiten an der großen Isar folgen. Die Stadträte sagten zu, das Thema im Interesse der Bürger weiter voranzutreiben: Für Summer gut vorstellbar wäre eine Infoveranstaltung für Löschenbrand, gemeinsam mit dem Wasserwirtschaftsamt,  über den Stand der Dinge zwei Jahre nach dem großen Hochwasser.  Dies wolle man konstruktiv beim Wasserwirtschaftsamt ansprechen. Die Bürger hakten in diesem Zusammenhang unter anderem auch nach, welche Folgen die Maßnahmen zur Hochwasserfreilegung in Altdorf auf Löschenbrand hätten.

Im Vordergrund Dr. Klaus Aichinger
Im Vordergrund Dr. Klaus Aichinger