019 MORGENPOST – Landshut ist einzigartig

Landshut ist einzigartig.

Zunächst einmal sind die Osterferien vorbei, es beginnt der Alltag wieder, aber dafür erscheint die gute alte Morgenpost jetzt wieder regelmäßig.

Landshut ist wirklich einzigartig. Jeder in der Schule hat gelernt, dass Ludwig der Kelheimer um 12o4 die Stadt Landshut gegründet hat, die dann bis zum Jahre 15o3 eine prächtige Residenzstadt war und aus dem Dornröschenschlaft des Vergessens erst wieder nach dem 2. Weltkrieg erweckt wurde.

Ganz so einfach ist die Geschichte aber nicht. Schon die Stadtgründung ist geschichtlich mit dem genannten Jahr 12o4 nicht so recht nachzuweisen.

Ludwig wurde 1173 in der Stadt geboren, die er dann später auch gegründet hat, nämlich in Kelheim. Zuvor war bereits um 1117 sein Vater Otto in Kelheim geboren worden. Klar ist jedenfalls, dass Ludwig ein großes Talent hatte mit seinem Lehensherrn, dem Kaiser, sich gut zu stellen und nachzuweisen ist auch, dass er das Lehensgebiet der Wittelsbacher durch Städtegründungen absicherte. Anzunehmen ist, dass er beispielsweise Kelheim wohl neu ordnete, sonst hätte er dort kaum geboren werden können und dem Ort ein städtisches Gepräge gab. Gleiches dürfte er in Landshut, Straubing und Landau vorgenommen haben. Grabungen auf der Burg Trausnitz haben nämlich ergeben, dass wohl bereits im 1o. Jahrhundert dort eine Wehranlage bestanden hat. Wehranlagen wurden aber nicht einfach so errichtet, sondern hatten mit Sicherheit strategische Ziele im Auge. Es ist äußerst unwahrscheinlich, dass am Fuße der Burg bereits in der gleichen Zeit eine Siedlung vorhanden gewesen sein muss. Wenn Hermann von Niederaltaich in seinen Annalen beschreibt, dass Ludwig im Jahre 12o4 angefangen hat die Burg und die Stadt Landshut zu bauen, wird dies wohl eine Umschreibung des Wortes „ausbauen“ sein. Sicher war der relativ seichte Isarübergang über die Mühleninsel ans andere Isarufer auch bereits vorhanden und zur Strategie des weltlichen Herrschers passte es auch, dass er die dem Bischof von Freising gehörende Straßburg zerstören ließ. Die Wegeverbindungen haben sich aber nicht durch eine neue Isarbrücke geändert, sie werden auch damals bereits vorhanden gewesen sein.

Bis 1253 fungierte Landshut als Hauptsitz der Wittelsbacher, war also de facto die Hauptstadt Bayerns. In diesem Jahr wurde das Land unter den beiden Söhnen des Herzogs in Oberbayern mit der Hauptstadt München und Niederbayern mit der Hauptstadt Landshut geteilt. Aber 5o Jahre lang war Landshut Hauptstadt von Bayern.

Städtegründungen wurden im Übrigen nie auf dem Reißbrett vorgenommen, sondern die Städtegründer haben ganz bewusst über viele Jahre hinweg die meteorologischen Verhältnisse beobachtet. Landshut liegt sehr klimabegünstigt in einem Bereich, in dem Unwetter, statistisch gesehen, in der Tat sehr viel weniger häufig auftreffen, als in anderen Orten. Die Hügelkette um Berghofen teilt Gewitterfronten, die von Westen aufziehen auf. Eine Hälfte zieht die Isar, die andere Hälfte gegen Südosten dann die Vils entlang nach Osten ab. Das gleiche Phänomen, nur aufgrund anderer Voraussetzungen, ist in Kelheim zu beobachten, wo der Michaelisberg eine entsprechend schützende Wirkung entfaltet.

Unsere Vorfahren haben also, gleichgültig wann, gut daran getan in Landshut Wohnsitz zu nehmen.

Die Landshuter Mitte Fraktion aus Dr. Maria Fick, Claudia Zehentbauer, Prof. Dr. Thomas Küffner, Hans-Peter Summer und Tilman v. Kuepach werden ein Übriges tun mit vernünftiger Kommunalpolitik für das übrige Wohl der Landshuter Bürger zu sorgen.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

Tilman v. Kuepach

Landshuter Mitte Vorstand:
Prof. Dr. Thomas Küffner, 1. Vors.
Ulrike Aigner, 2. Vors.
Hans-Peter Summer, 3. Vors.
Herbert Lanzinger, Schatzmeister
Wolfgang Perzlmeier, Schriftführer
Neustadt 532-533
84028 Landshut
info@landshutermitte.de