MORGENPOST – Divers in Landshut

Vielleicht haben Sie die Inserate oder in den Stellenanzeigen eines großen Discounter, genau den mit den Farben gelb, blau und ein wenig rot, gelesen, dass Mitarbeiter gesucht werden, die m/w/d sein können. Vielleicht will der Supermarkt keine Klage vor dem Arbeitsgericht riskieren, wenn er potentielle Bewerber ausgrenzt, die zu keinem Geschlecht gehörig fühlen oder zu beiden. Vielleicht aber ist der Konzern einfach offen dafür, dass es Menschen gibt, die sich zutiefst unsicher fühlen, was sie sexuell sind. Der Buschstabe „d“ steht dann eigentlich dafür, dass diese Neigungen dem Arbeitgeber gleichgültig sind, wenn er/sie/es nur fix genug ist und es keine Schlangen an der Kasse gibt?

Im Bausenat der Stadt Landshut stand die Frage an, ob für die Grundschule Nord-West, die erst in Planung ist, auch eine Toilette für „d“ errichtet werden sollte.

Die Fraktion der Landshuter Mitte aus Claudia Zehentbauer, Dr. Maria Fick, Hans-Peter Summer, Dr. Thomas Küffner und Tilman v. Kuepach hat sich zunächst die Augen gerieben, als dieser Tagesordnungspunkt diskutiert wurde. Grundschule bedeutet, dass Kinder zwischen 6 und 10 Jahre, also fern der Pubertät die Schule nutzen sollen. Die Vorlage der Verwaltung klang aber dann doch nicht so dämlich. Der Vorschlag, neben der Behindertentoilette, die bereits unstreitig Gott-sei-Dank gesetzlich  vorgeschrieben ist, auch eine „d“-Toilette einzurichten, zielt darauf ab, dass auch erwachsene Personen sich in der Schule aufhalten, sei als Lehrer oder als Besucher und Eltern. Und hier steigt ganz einfach die Möglichkeit, dass so ein Örtchen gebraucht wird. Und wenn die Schule sowieso neu gebaut wird, könnte ohne Mehraufwand von den übrigen Einrichtungen leicht der Platz abgezweigt werden. Wer weiß, ob nicht der Gesetzgeber in einigen Jahren hier umsteuert und dann eine Umrüstung viel Geld verschlingt. Und nach der Statistik gibt es weitaus mehr Menschen, die „d“ als homosexuell sind.

Der Vorschlag der Verwaltung hat die Landshuter Mitte überzeugt. Ist es nicht ein Zeichen der immer mehr abhanden kommenden Liberalitas bavariae, des Leben und Leben Lassens, wenn solche kleinen Aufmerksamkeiten gemacht werden. Es kostet nichts und schadet doch auch nichts. Merkwürdig nur, dass die große bayerische Volkspartei vehement diesen Vorschlag der Verwaltung in Grund und Boden redete und gar das Ende der abendländischen Kultur mutmaßte, wenn dieses Örtchen gebaut würde.

Etwas anderes ist es dann, wenn die SPD, immer noch Partner der großen Koalition Vater und Mutter abschaffen will. Kein Witz: Die Regierung will ein neues dringendes Problem anpacken: Familienministerin Franziska Giffey (SPD) will „Mutter“ und „Vater“ auf Formularen ersetzen durch „Elternteil 1“ und „Elternteil 2“. Das kündigte sie auf einem von der Regierung gegründeten Homo-Portal an.

Das ist nur schwachsinnig und hat mit dem bayrischen „Leben und Leben lassen“ nicht das Mindeste zu tun. Augenscheinlich wissen die Genossen wirklich nicht mehr, was die Menschen in diesem Lande bewegt.

Ich wünsche Ihnen eine schöne Woche.

Ihr

Tilman v. Kuepach

 

Landshuter Mitte Vorstand:
Prof. Dr. Thomas Küffner, 1. Vors.
Ulrike Aigner, 2. Vors.
Hans-Peter Summer, 3. Vors.
Herbert Lanzinger, Schatzmeister
Wolfgang Perzlmeier, Schriftführer
Neustadt 532-533
84028 Landshut
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