MORGENPOST – Verrohung

Aus einer Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Landshut:

Im Bereich des Polizeipräsidiums Niederbayern wurden im Jahr 2018 insgesamt 656 Fälle von Gewalt gegen Polizeibeamte registriert. Dies bedeutet einen Anstieg von rund 10 Prozent gegenüber 2017. Zu den meist belastenden Dienststellen in puncto „Gewalt gegen Polizeibeamte“ zählt im Bereich des Polizeipräsidiums Niederbayern die Polizeiinspektion Landshut. 2017 wurden insgesamt 151 Fälle von Gewalt verzeichnet, 2018 waren es insgesamt 187 Fälle.

Landauf, landab gibt es ähnliche Meldungen. Der Innenminister Bayerns beklagt Übergriffe gegen die Polizei, gegen Sanitäter und gegen andere Rettungskräfte, wie die Feuerwehr.

Meist sind die Attacken relativ harmlos. Die Retter werden lediglich belästigt und können, da Gaffer mit dem Handy alles filmen wollen, Ihre Arbeit nicht machen. Weist man die Schaulustigen weg, entzünden sich dann die Probleme, weil die Neugierigen nicht einsehen, dass sie verschwinden sollen.

Der Fall, den die Staatsanwaltschaft auch zu der Pressemeldung bewog, war so banal, dass er kaum glaublich ist. Es ging um die Vollstreckung eines Bußgeldes von 15,- €. Die Polizei, die das Geld beitreiben wollte, wurde von der dreiköpfigen Familie massiv beleidigt und angegriffen, so dass es Verletzte gab.

Aber auch im Straßenverkehr nimmt die Aggression überhand. Sie können das einmal ausprobieren. Ich gehe jede Wette ein, dass mein Beispiel zu jedem Tageszeitpunkt funktioniert. An der Kreuzung „Kaserneneck“ fahren die LKW zumeist vom Berg der B299 kommend, grundsätzlich noch bei roter Ampel in die Kreuzung ein. Ergebnis ist, dass die Geradeausfahrer in der Niedermayerstraße regelmäßig ihre Turbokrise bekommen. Das Schönste ist aber, dass die Polizei trotz Aufforderung keine Kontrolle macht. Das wäre nicht nötig, da die Kreuzung kein Unfallschwerpunkt sei. Auch der stationäre Blitzer, wie einer in der Luitpoldstraße wurde abgebaut. Da somit alle Fahrer wissen, dass ihnen am Kaserneneck nichts passiert, werden die Verkehrsregeln missachtet, wo auch immer es dem Autofahrer gerade passt. Wird die Regelverstöße aber nicht geahndet, wird das Aufbegehren gegen die Ordnungshüter zum Volkssport.

Dagegen aber steht die sprichwörtliche Höflichkeit der Landshuter gegen andere Verkehrsteilnehmer. Man muss nie ewig warten, wenn man aus einer Nebenstraße einbiegen will. Wollen Fußgänger die Straße kreuzen, auch außerhalb der Ampeln, hält fast ein Jeder an. Zebrastreifen sind selbstverständlich zu beachten, auch Radfahrer, die nach Querung gegen die Fahrtrichtung weiterfahren wollen, lassen die Landshuter passieren. An den Engstellen wartet der Landshuter lieber ab, ob nicht der Gegenverkehr schneller das Hindernis passieren will. Man grüßt sich dann auch noch mit erhobener Hand.

Viele Touristen sind bass erstaunt, wenn sich mit dem Auto in Landshut bewegen, wie freundlich die Menschen hier mit einander umgehen.

Die Mitglieder der Landshuter Mitte im Stadtrat aus Claudia Zehentbauer, Dr. Maria Fick, Hans-Peter Summer, Thomas Küffner und Tilman v. Kuepach  bitten alle Verkehrsteilnehmer inständig die Verkehrsregeln einzuhalten. Das ist auch eine Höflichkeit den anderen gegenüber. Wir werden uns sehr wohl dafür einsetzen, dass keine Wildwestmanieren auf Landshuts Straßen überhand nehmen.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende.

Ihr

Tilman v. Kuepach

 

Landshuter Mitte 
Vorstand:
Prof. Dr. Thomas Küffner, 1. Vors.
Ulrike Aigner, 2. Vors.
Hans-Peter Summer, 3. Vors.
Herbert Lanzinger, Schatzmeister
Wolfgang Perzlmeier, Schriftführer 
Neustadt 532-533
84028 Landshut
info@landshuter-mitte.de

www.landshuter-mitte.de