MORGENPOST – Was Kommunalpolitik mit Lebkuchen gemein?

Erst einmal gar nichts, aber genauer betrachtet eine ganze Menge.

Kaum gehen die Sommerferien in die letzte Runde, gibt es überall Lebkuchen, Nikoläuse, Spekulatius und Weihnachtsplätzchen zu Hauf. Die werden auch gekauft, fast entschuldigend wehren sich die Konsumenten, darauf angesprochen mit dem Argument, dass die Lebkuchen jetzt frisch wären und an Weihnachten hätte man keine Lust die altgewordenen Dinger noch zu essen. Und tatsächlich, spätestens Mitte Dezember gibt es keine mehr, da auch keine Nachfrage mehr vorhanden ist.

Die Kommunalwahlen 2020 finden am Sonntag, dem 15.03.2020 statt und wie die Lebkuchen haben verschiedene politische Gruppierungen ihre Kandidaten, auch für den Oberbürgermeister bereits feilgeboten. Jetzt und heute läuft die Diskussion heiß. Fraglich ist nur, ob zu Weihnachten, besser kurz vor dem Wahltermin dann das staunende Publikum der Kandidaten nicht längst überdrüssig geworden ist…

Die Mitglieder der Landshuter Mitte im Stadtrat aus Claudia Zehentbauer, Dr. Maria Fick, Hans-Peter Summer, Thomas Küffner und Tilman v.Kuepach, sowie der engere Vorstand der Landshuter Mitte haben sich natürlich auch längst Gedanken zu einer vernünftigen Liste gemacht. Mystery, mystery, es wird noch nichts verraten (siehe oben), aber es sind tolle Anwerber auf die Plätze dabei. Die LM wird nach den Sommerferien, also zeitgleich mit dem saisonalen Weihnachtsgebäck alles publik gemacht.

Ein paar Gedanken vorab. Es gilt eine Liste zu bilden in der sich alle Gruppierungen der Stadt wiederfinden. Die größte Gruppe sind die der Geschlechter, Frauen und Männer. Über letztere muss man sich wenig Gedanken machen. Männer sind in der Politik präsent. Frägt man den einen oder anderen, ob er nicht Lust hätte mitzumachen, bekommt man oft/meist ein eindeutiges Ja. Männer halten sich immer für diese Aufgabe als kompetent, Frauen hingegen zögern immer, sie trauten sich das nicht zu, es gäbe bessere und im Übrigen hätten sie keine Zeit, da die Doppelbelastung von Beruf und Haushalt ihnen eigentlich keine Zeit ließe, sich auch noch politisch zu engagieren.

Die Kommunen in Bayern verzeichnen in den Kommunalparlamenten eine durchschnittliche Frauenquote von 20,1 %, wobei die Städte die Landgemeinden noch herausreißen. In Landshut sind es 19 weibliche Mitglieder des Stadtrates zu 25 Männern, das sind 43 %. Interessant, dass die Freien Wähler mit dem Verhältnis 1 von 5, knapp gefolgt von der CSU mit 5 von 14 am Schlechtesten abschneiden. Die LM, SPD und Grüne haben knapp unter oder knapp über 50 % weibliche Mitglieder. Was auch bei 5, bzw 7 Mandataren nicht verwundert, da ja mathematisch nicht 50 % erreicht werden kann.

Die Liste der LM wird einen hohen weiblichen Anteil enthalten und das Beste ist, dass nicht verzweifelt Frauen angesprochen worden sind, sondern dass die Vorschläge ganz automatisch diesen Anteil ergaben.

Wir haben ja auch einen Frauenstammtisch und wir haben immer gedacht, dass es Probleme und Wünsche in der Kommune und zur Kommunalpolitik gäbe, die eine rein weibliche Komponente enthielte. Vorbild war immer auch das Frauenparlament im Landshuter Stadtrat, wo dann regelmäßig über dunkle Wege zu den Parkhäusern oder das bucklige Pflaster in der Altstadt Beschwerde geführt wird. Weit gefehlt, das was erarbeitet werden soll, unterscheidet sich nicht wesentlich von den Anregungen der Männer.

Ich wünsche Ihnen eine schöne Woche.

Ihr  

Tilman v. Kuepach

 

Landshuter Mitte 
Vorstand:
Prof. Dr. Thomas Küffner, 1. Vors.
Ulrike Aigner, 2. Vors.
Hans-Peter Summer, 3. Vors.
Herbert Lanzinger, Schatzmeister
Wolfgang Perzlmeier, Schriftführer 
Neustadt 532-533
84028 Landshut
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