MORGENPOST – Personalsuche

Die Stadt Landshut sucht händeringend nach neuem Personal.

Nein, nach dem Oberbürgermeister sucht sie schon auch, aber den wählen die Landshuter am 15.03.2020, oder spätestens am 29.03.2020. Das ist vielleicht aufwändig, aber im Prinzip eine Routineaufgabe, die sportlich zu lösen ist.-

In der Landshuter Zeitung vom Wochenende suchte die Stadt, immer schön politisch korrekt mit der Bezeichnung m/w/d einen Beamten der 3. Qualifikationsebene, Erzieher und Sachbearbeiter, mithin Menschen einer mittleren Führungsebene, die in der Stadt das Salz in der Suppe sind. Wir wünschen uns, dass die Anzeige erfolgreich ist, und sich gerade Erzieher zuhauf melden.

Die Stadt hat aber auch ein Problem in der oberen Ebene. So ist der Stadtdirektor Andreas Bohmeyer, der Stellvertreter im Hauptamt Walter Blaschke, der Rechtsdirektor Harald Hohn, der Vermessungsdirektor Maximilian Karl, der Leiter der Stadtplanung Roland Reisinger und last but not least, der Kämmerer der Stadt Rupert Aigner, wie auch seine Stellvertreterin Annette Boll  auf dem Sprung. Sie werden demnächst ihre berufliche Laufbahn beenden und in den wohlverdienten Ruhestand wechseln. Für uns Stadträte ist das in doppelter Hinsicht tückisch. Zum einen verschwinden langjährig Vertraute so allmählich, zum anderen geht mit der Pensionierung auch viel Wissen um Strukturen und Details unwiederbringlich verloren.

Diese Führungspersonen zu ersetzen, ist leider durch eine bloße Annonce nicht möglich. So denkt die Stadtspitze sicherlich darüber nach, wieder einen Headhunter (scheußlicher Begriff) zu beauftragen, geeignete Personen auszusuchen, der dann dem geneigten Personalsenat zwei oder drei Bewerber (m/w/d wohlgemerkt) vorzuschlägt, die nach dem Dafürhalten dieses Personalberaters geeignet sind. Das hatten wir mit dem Geschäftsführer des Klinikum schon, der/die/das Nachfolger der Onkologin Barbara Kempf wird ähnlich bestimmt und der Headhunter kassiert fünfstellig im mittleren Bereich.

Wir die Fraktion der Landshuter Mitte im Stadtrat aus Claudia Zehentbauer, Dr. Maria Fick, Hans-Peter Summer, Thomas Küffner und Tilman v.Kuepach denken darüber nach, ob es nicht Zeit ist, jetzt schon die Wege für die Nachfolge zu ebnen. Mit aller Vorsicht muss jetzt überlegt werden, wer wann aufhört und wie eine Nachfolge am besten auch durch Kandidaten aus der Stadtverwaltung gestaltet werden kann. Es gibt aber auch folgende Möglichkeit.

Nach Art 4o und 41 der Bayer. Gemeindeordnung können gerade in Führungspositionen berufsmäßige Stadträte auf eine Dauer von 6 Jahren vom Stadtrat gewählt werden. Eine Wiederwahl ist möglich, aber nicht zwingend. In der Zeit der 6 Jahre sind die so gewählten Stadträte in die Diskussion der Themen voll integriert, sie haben sogar ein Antrags-, und ein Rederecht, dürfen aber nicht mitstimmen. Die Stadt Regensburg hat alle derartigen Positionen mit berufsmäßigen Stadträten besetzt. Vom Volk gewählte Stadträte und berufsmäßige Stadträte diskutieren in allen Sitzungen auf Augenhöhe und wenn eine Position nicht ideal besetzt ist, dann gibt es eben keine Wiederwahl mit Ablauf der Periode.

Diese Vorteile haben nicht nur alle großen Städte wie München, Nürnberg, Augsburg, schon erwähnt Regensburg, Ingolstadt und Bamberg, sondern auch kleinere Kommunen, kleiner als Landshut, wie zum Beispiel Schwabach erkannt.

Die Landshuter Mitte bleibt dran.

Ich wünsche Ihnen eine schöne Woche.

Ihr

Tilman v. Kuepach

 

Landshuter Mitte 
Vorstand:
Prof. Dr. Thomas Küffner, 1. Vors.
Ulrike Aigner, 2. Vors.
Hans-Peter Summer, 3. Vors.
Herbert Lanzinger, Schatzmeister
Wolfgang Perzlmeier, Schriftführer 
Neustadt 532-533
84028 Landshut
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