MORGENPOST – Landshut und die Ideenschmiede

Vor genau 100 Jahren wurde in Weimar das BAUHAUS von Walter Gropius gegründet.  Nach Art und Konzeption war es damals etwas völlig Neues, da das Bauhaus eine Zusammenführung von Kunst und Handwerk darstellte. Das historische Bauhaus stellt heute die einflussreichste Bildungsstätte im Bereich der Architektur, der Kunst und des Designs im 20. Jahrhundert dar. Das Bauhaus wurde 1933 sofort nach der Machtergreifung von den Nazis geschlossen. Die meisten Lehrer emigrierten und haben so die Ideen der Bauhauskultur in alle Welt getragen. Vielleicht haben Sie Lust ab dem 03.10.2019 sich die Fotoausstellung im Sudhaus des Landshuter Brauhauses zum Bauhaus anzusehen. Das Bild, das zur Ausstellung einlädt, zeigt ein Haus in Casablanca/Marokko.

Das Land Thüringen, das damals die Kunstschule „staatliches Bauhaus“ finanzierte, hat im Jahre 2019 der Stadt Weimar ein hypermodernes Museum spendiert. Der Eintritt kostet stolze 11,- € und man wartet circa eine Stunde bis man die heiligen Hallen betreten darf. Klar ist die Ausstellung sensationell, hat Walter Gropius doch das Beste der Bauhauskultur inventarisiert, bevor die Schule Weimar verlassen und zunächst nach Dessau umziehen musste. Der Clou dabei ist, dass diese Inventarstücke die Nazizeit den Krieg und auch die DDR unbeschadet überstanden haben und erst heuer als Bauhausschatz der Öffentlichkeit präsentiert werden kann.

So viele in den 1920er Jahren designten Gegenständen begleiten und noch heute, wie der Freischwingerstuhl, der in jedem, wirklich jedem Besprechungsraum anzutreffen ist.

Auch Bayern betreibt staatliche Fachschulen, die in Summe, wie zum Beispiel unsere Keramikfachschule geniales leisten. Es fehlt aber eine Institution wie das Bauhaus, die alles in einem vereint von Architektur bis hin zu den Küchenutensilien. Jede Fachschule hat ihre eigenen Ideen, zusammengeführt werden sie jedoch nicht

Wir die Fraktion der Landshuter Mitte im Stadtrat, aus Claudia Zehentbauer, Dr. Maria Fick, Hans-Peter Summer, Dr. Thomas Küffner und Tilman v. Kuepach schlagen vor, dass der Freistaat Bayern eine Art neues Bauhaus gründet, das alles das vereint, was an Kunst und Kultur und Kunsthandwerk vorhanden ist Aus dem gegenseitigen Zuarbeiten der einzelnen Fachrichtungen hat  sich vor 100 Jahren die Genialität der Entwürfe entwickelt. Das sollte neu begründet werden. Landshut wäre selbstredend der ideale Standort einer solchen Schule, die die staatlichen Schulen in Bayern im Übrigen auch koordinieren sollte.

Die Landshuter Mitte bleibt hier dran.

Ich wünsche Ihnen ein schöne Woche.

Ihr
Tilman v. Kuepach

 

Landshuter Mitte 
Vorstand:
Prof. Dr. Thomas Küffner, 1. Vors.
Ulrike Aigner, 2. Vors.
Hans-Peter Summer, 3. Vors.
Herbert Lanzinger, Schatzmeister
Wolfgang Perzlmeier, Schriftführer 
Neustadt 532-533
84028 Landshut
info@landshuter-mitte.de