MORGENPOST – Sicherheit in und um Landshut

Die Landshuter Mitte bereitet sich auf den Kommunalwahlkampf 2020 vor. Beliebt waren zur letzten Wahl die Flyer, die von den Kandidaten ausgearbeitet wurden. Auch dieses Mal werden die Broschüren neu aufgelegt. Den Anfang macht das Thema „Sicherheit“. Zusammen mit dem Impulsvortrag unseres Mitgliedes Sieghart Blankenhagen in der Landshuter Runde am 14.10.2020 wird es allmählich ernst, alle Themen zu besetzen, die die Landshuter Bürger drücken.

Zum Jahreswechsel 2017/18 machte eine Einbruchsdiebstahlsserie in der Stadt allen Bürgern schlaflose Nächte. Speziell in den Monaten November bis März mutiert Landshut zur „Lieblingsstadt der Einbrecher“, wie sogar im Bayerischen Rundfunk die Zahlen zur Kriminalstatistik kommentiert wurden. Mittlerweile sind die Taten zwar wieder auf das Niveau von 2013 zurückgegangen, aber in den Randgemeinden um Landshut, also in den klassischen Einfamilienhaussiedlungen halten sich die Zahlen hoch, was nebenbei ein Argument für die Gestaltungssatzung in der Stadt ist, sich nicht mit meterhohen Wänden um das Grundstück einzubetonieren, da dann die Einbrecher ungesehen „arbeiten“ können.

Die Morgenpost hat nachgefragt, warum diese Probleme mit den Einbrechern zurückgegangen sind. Die Polizisten haben sich fast über diese Frage gefreut und darauf verwiesen, dass der besten Helfer hier die Handys der Täter waren. Diese buchen sich, selbst wenn sie ausgeschaltet sind, regelmäßig in das Netz ein, so dass eine rasterförmige Aufenthaltsskizze der Täter angefertigt werden kann. Bei nur einem Einbruch funktioniert das nicht, da zu viele Einbuchungen am Knoten zu verzeichnen sind. Bei gehäuften Taten, kann hier aber ein Muster abgeleitet werden. Fast spektakulär war dann im Jahre 2018 die Verfolgungsjagd einer georgischen Bande, die wohl merkte, dass sie im Fadenkreuz der Ermittler stand und die deshalb versuchte Land zu gewinnen und die österreichische Grenze zu erreichen. Mit Hubschraubern wurden die Positionen den Autos der Polizei weitergegeben und nahe Simbach erfolgte dann der Zugriff. Bei der Festnahme hatten alle vier Insassen noch das Handy am Ohr…

Wir die Fraktion der Landshuter Mitte im Stadtrat, aus Claudia Zehentbauer, Dr. Maria Fick, Hans-Peter Summer, Dr. Thomas Küffner und Tilman v. Kuepach kann natürlich nicht die Arbeit der Polizei steuern, da dies Sache des Freistaates ist, aber wir können immerhin die Arbeit der Sicherheitswacht unterstützen. Bereits seit 25 Jahren patrouillieren ehrenamtliche “Hilfspolizisten“ durch die Innenstadt. Sie unterstützen die Arbeit der Polizei, die nicht genügend Personal zur Verfügung hat, Streife zu gehen. Allein die Präsenz der Sicherheitswacht, die bei der Polizei angesiedelt ist, genügt oft, dass Randalierer von ihrem unschönen Tun ablassen. Den Sicherheitswachtlern sind auch die Brennpunkte der Stadt bekannt. Die Mühleninsel der lauschigen Sommernächte sei nur als Beispiel genannt. Die Sicherheitswacht ist auch keine Bürgerwehr, die geschafftlhuberisch sich als besserer Staat versteht, sondern ein echter staatlich organisierter Helfer der staatlichen Polizei.

Aber eine Schlussbemerkung muss ich noch loswerden. Es wurmt mich heute noch, dass die Polizei in Landshut mit Autonummern von „Straubing“ unterwegs ist. Das war ein echtes Versagen der damaligen Kommunalpolitik, wenn die Bezirkshauptstadt Landshut so behandelt wurde. Der Abzug auch von öffentlichen Organisationen aus Landshut darf nicht weiter zugelassen werden.

Die Landshuter Mitte bleibt hier dran.

Ich wünsche Ihnen eine schöne Woche.

Ihr

Tilman v. Kuepach

 

Landshuter Mitte 
Vorstand:
Prof. Dr. Thomas Küffner, 1. Vors.
Ulrike Aigner, 2. Vors.
Hans-Peter Summer, 3. Vors.
Herbert Lanzinger, Schatzmeister
Wolfgang Perzlmeier, Schriftführer 
Neustadt 532-533
84028 Landshut
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