MORGENPOST – Wieder eine verpasste Chance

Wir die Mitglieder der Fraktion der Landshuter Mitte aus Claudia Zehentbauer, Dr. Maria Fick, Hans-Peter Summer, Dr. Thomas Küffner und Tilman v.Kuepach haben vor einiger Zeit befeuert durch einen bekannten Landshuter Architekten den Antrag an den Stadtrat gestellt, der wohl am Freitag, den 29.11.2019 eine Beerdigung erster Klasse erleben wird.

Schade, denn es ist wieder einmal eine Chance, die die Stadt Landshut verpasst. Um was geht es denn?

Zur Sanierung des Moserbräu hat der Investor im Gegenzug und da die Maßnahme sehr kostenintensiv ist, beantragt in den Burgberg Terrassenwohnungen aber auch eine Tiefgarage einzubauen. Um zu den Stellplätzen zu gelangen, ist eine Ausfahrt in den Dreifaltigkeitsplatz von Nöten, die die Stadt genehmigen muss, da auch Stellplätze wegfallen. Ferner muss eine städtische Transformatorenstation umverlegt werden. Ein uns begleitender namhafter Landshuter Architekt hat angeregt, diese Chance zu nutzen und einen Bereich an der Tiefgarageneinfahrt oder der Mauer freizuhalten um dort vielleicht in finanziell besseren Zeiten die Möglichkeit zu haben, einen Stollen bis unter die Burg zu bauen und von dort einen Aufzug nach oben. Andere Städte wie Salzburg oder Graz haben genauso einen selbstbedienbaren Lift, der jeweils zur vollen Zufriedenheit der Beteiligten genutzt werden kann.

Die Verwaltung lehnt diesen Plan ab und ist der Meinung, dass die Einrichtung einer Buslinie wesentlich pfiffiger ist. Die Vorstellung, dass ein Tourist, wenn er sich am Hang des Berges befindet, dann einen Abstecher zur Bushaltestelle an der Grieserwiese macht und dort gerne dem um wenige Minuten versäumten Bus mit einem geruhsamen Päuschen von einer Stunde nachzuweinen, ist absurd. Diese Buslinie ist wahrlich hinausgeworfenes Geld und zum Scheitern verurteilt, bevor sie den Dienst aufnimmt.

Der Dreifaltigkeitsplatz muss generell neu organisiert werden. Die Grünanlage ist das langweiligste Hundeklo der Stadt und sollte doch dem Bürger als Oase dienen. Wie toll, wäre es, wenn dieser Platz eine Anlaufstation für Reisebusse der Touristen wäre. Immer mehr Menschen sind auf Gehhilfen, wie Rollatoren angewiesen. Die Busse könnten an der Talstation des Liftes die Fahrgäste  aussteigen lassen. Die Attraktionen der Stadt sind auch fußläufig gut erreichbar, und die Busse könnten dann auf der Grieserwiese parken. Nein die Verwaltung will das nicht, die Ausfahrt der Tiefgarage soll nicht behindert werden. Es ist der Verwaltung wichtiger eine Tiefgarage mit circa 90 Autos unproblematischer zu organisieren, als die Zukunft zu sichern. Allein die Vorstellung, dass die Autos beim Ein- oder Ausfahren über das noch nicht näher erforschte Areal der alten Synagoge und später abgebrochenen St. Salvatorkirche fahren werden, treibt einem die Schamröte in das Gesicht.

Andere Städte hätten halt nach einer Lösung gesucht, die beides möglich macht, Tiefgarageneinfahrt und Platz für einen Aufzugsschacht und einen Masterplan zur Belebung des Platzes, nein in Landshut kommt ein Investor, was ja sehr löblich ist, aber weiter gedacht wird nie.

Ich wünsche Ihnen eine schöne Woche.

Ihr

Tilman v. Kuepach

 

Landshuter Mitte
Vorstand:
Prof. Dr. Thomas Küffner, 1. Vors.
Ulrike Aigner, 2. Vors.
Hans-Peter Summer, 3. Vors.
Herbert Lanzinger, Schatzmeister
Wolfgang Perzlmeier, Schriftführer
Neustadt 532-533
84028 Landshut
info@landshuter-mitte.de