Einzelhandel im Landshuter Norden?

In der Fraktionssitzung vom 26.o3.19 haben sich die Mitglieder der Landshuter Mitte Fraktion, Dr. Maria Fick, Claudia Zehentbauer, Hans-Peter Summer, Prof. Dr. Thomas Küffner und Tilman v. Kuepach, im Wesentlichen mit dem neuen Einzelhandelskonzept der Stadt Landshut befasst.

Wir haben bereits darüber berichtet, dass in der letzten Bausenatssitzung vom 22.o3.19 die Aufstellung des Bebauungsplanes Industriegelände-Nord auf der Agenda stand. Wie von der Landshuter Mitte vorgeschlagen, wurde das Konzept vorgestellt und dann in die Fraktionen gegeben, um dort zu beraten. Der von der Stadt be-uftragte Gutachter, Herr Dr. Stefan Holl der GMA, hat hier sauber herausgearbeitet, dass die Stadt Landshut inmitten des Landkreises das höchste Kaufkraftniveau verzeichnet, neben Ergolding und Tiefenbach wird eine Quote von über 11o % des Bun-desdurchschnittes erreicht. Der Handel braucht sich in Landshut nicht verstecken. Die Einzelhandelszentralität ist mit 157 sehr hoch. Es wird lediglich in den Bereichen Blumen, zoologischer Bereich und dem Randsortiment dem Kaufkraftäquivalent nicht gerecht. Bekleidung, Schuhe, Sport erreicht 326 Punkte, Gesundheit und Körperpflege 191. Alle übrigen Hauptumsatzträger sind ebenfalls deutlich über der Marke von 1oo.

Herr Dr. Holl hat in seinem Gutachten eindrücklich darauf hingewiesen, dass ein starker Einzelhandel an den betreffenden Einzelhandelsversorgungseinheiten oder der historischen Innenstadt unabdingbar geschützt werden muss. Im Übrigen habe hier bereits ein erhebliches Umdenken stattgefunden. Während früher Leute nur in die Stadt gekommen sind um Einzukaufen, habe das heute auch andere Gründe. So Cafebesuch, Kultur und sogar „Abhängen“ in der Stadt würde ebenso wichtig sein wie ein funktionierender Einzelhandel. Würde dieser aber flächendeckend in der Innenstadt schließen, würden die anderen Faktoren das nicht auffangen. Der Handel wäre auch, wenn er als solches nicht mehr der einzige Grund wäre die Stadt zu besuchen, der Aufhänger dafür, den Stadtbesuch schmackhaft zu machen.

Nun haben die Mitglieder der Landshuter Mitte erhebliche Bedenken, dass lediglich der vorhandene Bestand im Industriegelände geschützt und nicht weiter ausgebaut werden darf. Das wäre eine Ungleichbehandlung der Flächen, die eben nicht schnell genug reagiert haben. Der Lösungsvorschlag, den die Verwaltung mit der GMA erarbeitet hat, erscheint genial. Bestehende Strukturen innerhalb der Stadt können ins Industriegelände dann umziehen, wenn ein Deckblatt zum Bebauungsplan gefertigt wird. Durch den Umzug alleine würde die Struktur der Kaufkraft innerhalb der Stadt nicht verändert. Auf Nachfrage des Bausenatsmitglieds Tilman v. Kuepach, inwieweit man das nicht auf die Randgemeinden ausdehnen könne, da aufgrund der interkommunalen Zusammenarbeit ohnehin ein Einrechnen dieser Kaufkraft erfolgt, wurde ihm vom Gutachter und von der Stadtverwaltung recht gegeben. Mit anderen Worten, wenn der Bebauungsplan und das Einzelhandelskonzept so verabschiedet wird, wie vorgestellt, mit dem Einbezug der Randgemeinden, hieße das, dass ein Warensortiment aus Ergolding auch im Industriegelände eröffnen kann. Dieser Kompromiss wurde von den Mitgliedern der Landshuter Mitte nachhaltig begrüßt.

Am heuten Freitag feiert Hans-Peter Summer seinen 6o. Geburtstag. Wir von der Landshuter Mitte gratulieren Hans-Peter ganz herzlich. Hans-Peter bleib so wie die bist. Bleib uns gewogen und sei Du der ausgleichende Pol, nicht nur in unserer Fraktion, sondern auch im Stadtrat. Hans-Peter Summer wir gratulieren Dir ganz herzlich zu Deinem 6o. Geburtstag.

Mit freundlichen Grüßen

Tilman v. Kuepach