Nur der Not keinen Schwung lassen

Die Fraktionssitzung der Landshuter Mitte aus Dr. Maria Fick, Claudia Zehentbauer, Prof. Dr. Thomas Küffner, Hans-Peter Summer und Tilman v. Kuepach am o6.o3.18 stand ganz unter dem Motto des zutiefst niederbayerischen Sprichworts das als Überschrift für diesen Artikel dient.

Hatte vor vielen Jahren der mittlerweile verstorbene Stadtrat Maximilian Spitzlberger gefordert, dass der Gehsteig vor dem Rathaus mit Rasen belegt werden müsse, damit man nicht höre wenn das Geld beim Fenster herausgeworfen würde, beleuchtet das doch anschaulich die Sorgen der Landshuter Mitte. Die Stadt Landshut hat trotz eines immens hohen Schuldenstandes eine Vielzahl von Bauprojekten angestoßen die notwendig sind, wie die Sanierung und der Neubau von Schulen. Auch ist Konsens in der Stadt Landshut, dass ohne Eisstadion Landshut nicht mehr Landshut wäre. Mittlerweile ist es aber so, dass die Bauverwaltung den Anforderungen nicht einmal ansatzweise nachkommen kann die bereits beschlossenen Baumaßnahmen zügig umzusetzen.

Im Werkssenat vom o6.o3.18 wurde angekündigt, dass in einem Frühsommerplenum, vielleicht Mai, das neue Konzept eines Hallenbadneubaus vorgestellt werden soll. Die Stadträte sollten dann entscheiden, welche Planung baldmöglichst umgesetzt werden kann um das neue Hallenbad zu verwirklichen. Es geht also nicht mehr darum, ob überhaupt ein Hallenbad neu gebaut werden soll, sondern augenscheinlich nur mehr darum, für welche Variante sich der Stadtrat entscheiden soll.

Die Landshuter Mitte sieht dies anders. In Zeiten, wo Schulneubau erste Priorität haben muss und dann der Schuldenabbau, kann es nicht sein, dass das Geld analog der oben genannten Sprüche derartig leichtfertig vertan wird. Das Hallenbad mag zwar nicht mehr in allen Bereichen zeitgemäß sein, es wurde aber in der letzten Zeit durch Auskleidung mit einem Edelstahlbecken so weit ertüchtigt, dass es gebraucht werden kann. Die Landshuter Mitte hat einstimmig beschlossen einem Neubauvorhaben, zumindest in allernächster Zeit, eine klare Absage zu erteilen. Baukosten von rund 18 Mio. €, die als Gerücht herumgeistern, dürften der Realität sehr wohl entsprechen. Erinnert sei daran, dass die Schwimmschule, also das Städtische Bad den Steuerzahler der Stadt rund 1 Mio. € Defizit beschert. Frei- und Hallenbad sind wichtig, speziell für ein Oberzentrum. Es kann aber nicht sein, dass neben dem bestimmungsgemäßen Defizit weitere Schulden angehäuft werden, nur um eine akzeptable Situation noch zu verbessern.

Mit freundlichen Grüßen
Tilman v. Kuepach