Ochsenau: LM warnt vor Blockade

Bauen, Wohnen und Verkehr: „Landshuter Mitte vor Ort“ in Schönbrunn

Die Stadt Landshut wächst – und damit auffallend die Zahl der Anfragen bei der Landshuter Mitte. Fraktionsvorsitzender Hans-Peter Summer brachte es am Dienstag in der „Tafernwirtschaft Schönbrunn“ auf den Punkt, was den Bürgern auf den Nägeln brennt: Wie funktioniert die Nachverdichtung in verschiedenen Bereich in der Stadt, zum Beispiel auch in der Liebenau oder auf den ehemaligen Hitachi-Gelände?  

Bauen, Wohnen und Verkehr: Das waren auch die Kernthemen bei der letzten Veranstaltung von „Landshuter Mitte vor Ort“ vor der Kommunalwahl, die neben Hans-Peter Summer auch der OB-Kandidat der Landshuter Mitte, Tilman von Kuepach, und LM-Stadträtin Dr. Maria E. Fick bestritten. Ein wichtiges Thema im Osten der Stadt ist dabei die Ochsenau, die sich OB-Kandidat Tilman von Kuepach vornahm. Vor rund 20 Jahren hatte die Stadt das über 40 Hektar große Areal vom Bund gekauft. Ein relativ kleiner Bereich an der LA 14 sei nun für Wohnbebauung – für rund 700 bis 900 Bürger – vorgesehen.

Kuepachs Analyse: „Das Thema fängt an, zerredet zu werden.“ Nicht, weil es um die Besiedelung gehe, sondern weil es hier Vorkommen von besonderen Insekten und Pilzen gebe. Doch bei aller Sensibilität für diese Diskussion machte Tilman von Kuepach klar: „Es gibt immer noch auch das Schutzgut Mensch.“

Eng mit dem Thema „Ochsenau“ verwoben ist auch die Heilig-Geist-Spital-Stiftung, die dringend auf die Erlöse aus dem Verkauf der Grundstücke angewiesen sei. Darüber informierte Hans-Peter Summer mit Blick auf die anstehenden Sanierungen in den Seniorenheimen der Stiftung. Er warnte davor, dass am Ende die Wohnbebauung in der Ochsenau an der „Blockadehaltung“ einiger Stadtratskollegen scheitern könnte. Dabei könne bei einer guten Planung hier ein modernes Stadtviertel entstehen, „von dem aus nicht jeder mit dem Auto in die Stadt fahre“.

Und schon war man beim Thema „Verkehr“ und „B15neu“: Tilman von Kuepach befürchtet, „dass es für einige Zeit nicht gelingt, die B15neu um Landshut herumzuführen“. Seine Forderung: „Das Ding muss gebaut werden“, egal wie. Er prophezeite, dass der Siedlungsdruck auf Landshut mit derzeit 1000 Neubürgern pro Jahr  bis ins Jahr 2035 weitergehen werde.

Fraktionschef Hans-Peter Summer machte sich damit erneut stark für ein zukunftsfähiges Gesamtkonzept für die Stadt Landshut. Die Landshuter Mitte stehe für eine „ehrliche Politik“. Oder anders ausgedrückt: „Wir wollen keine Schummeleien hintenherum.“