Eindrücke aus der Fraktion der Fraktion der Landshuter Mitte

In der 41. Kalenderwoche 2o18 hat die Landshuter Mitte keine Fraktionssitzung abgehalten, sondern zur Landshuter Runde eingeladen.

Prominent waren die Landshuter Wohnbaugenossenschaften vertreten, mit Johann Bergmeier und Michael Kamm von der Landshuter Wohnungsbau eG und vom Kath. Siedlungswerk.

Klar ist jedenfalls, dass die Fraktionsmitglieder Maria Fick, Claudia Zehentbauer, Dr. Thomas Küffner, Hans-Peter Summer und Tilman v. Kuepach nicht anraten zusätzlich eine Städt. Wohnbaugesellschaft zu gründen. Die bestehenden Genossenschaften können dies wesentlich besser, als wenn eine neue Gesellschaft aus dem Boden gestampft würde. Die Genossenschaften haben mehr als 7o Jahre Erfahrung Wohnungen kostengünstig an die Frau bzw. an den Mann zu bringen.

In der Diskussion konnte überzeugend dargelegt werden, dass die Wohnungen der Genossenschaften äußerst günstig sind. Im Schnitt werden m²-Mieten von weniger als 5,– € verlangt, wobei der Bereich zwischen rund 3,– € bis etwas 8,– € pro m² reicht.

Auch die Stadt Landshut verfügt im Übrigen über rund 25o Wohnungen, von denen in den letzten Jahren 16, in Worten sechzehn, renoviert wurden. Der Renovierungsstau bei den städtischen Wohnungen beträgt rund 3o Mio. €, der auch nicht gerade dafür spricht, Verantwortung in städtische Hände zu legen.

Für günstigen Wohnraum muss aber etwas getan werden. Die Mitglieder der Landshuter Mitte Fraktion werden sich vehement dafür einsetzen, dass einigermaßen günstiger Baugrund den Wohnbaugenossenschaften zur Verfügung gestellt wird. Alle Wohnbaugenossenschaften haben angekündigt gerne Wohnraum zu schaffen, wenn eben das Problem der Baugrundbeschaffung gelöst werden kann.

 

Völlig unabhängig voneinander wurden Hans-Peter Summer und Tilman v. Kuepach von Bürgern gefragt, warum denn die Landshuter Mitte nicht bei der Bayern-Wahl am 14.1o.18 gewählt werden könnte. Die Landshuter Mitte ist nun einmal eine Organisation, die sich ganz dem politischen Leben in der Stadt Landshut verschrieben hat. Trotz der beiden Anregungen wird die Landshuter Mitte nicht in den Freistaat Bayern expandieren, sondern weiterhin dafür sorgen, dass die Stadt Landshut lebenswert ist und lebenswert bleibt.

 

Die Fraktionsmitglieder Dr. Maria Fick, Claudia Zehentbauer, Dr. Thomas Küffner, Hans-Peter Summer und Tilman v. Kuepach eint aber die Tatsache, dass es noch nie so schwer war eine richtige Partei für die Wahl am 14.1o.18 auszusuchen. Einig waren sich die Fraktionsmitglieder auch, dass dies am Versagen der großen Volksparteien liegt. Die latent rechte Strömung in der Bevölkerung rührt aber auch daher, dass viele Leute verunsichert sind. Sie fühlen sich nicht nur aufgrund Ausländerzuzugs in ihrer Heimat nicht mehr recht wohl. Dies fängt bei ganz banalen Dingen an. So wird bei verschiedenen Herstellern von Katzenfutter noch nicht einmal mehr auf Deutsch darauf hingewiesen, dass das Katzenfutter für erwachsene Katzen gilt, sondern trägt den marktschreierischen englischen Begriff „adult“ bzw. „kiddies“ für eben Katzenjunge.

Auch ist für die allermeisten Autofahrer völlig unverständlich, warum auf der einen Seite besonders starke Stinker von der KfZ-Steuer befreit sind, nur weil sie 3o Jahre alt sind, der aber vor rund sechs oder sieben Jahren gekaufte Diesel auf einmal ausgemustert und umweltschädlich ist. Nahezu jeder Bundesbürger hat durch Urlaubsreisen Auslandsbezug. Man wird in Italien, Spanien oder sonst wo nur mit großen Augen angesehen, was denn die Dieseldiskussion in Deutschland eigentlich soll, waren die Deutschen nicht immer besonders stolz auf ihre innovativen und eigentlichen perfekt funktionierenden Autos?

Ein Besucher der Landshuter Runde bemerkte am Rande, dass er die treffende Bemerkung gehört hätte, dass über die Spanien die Sonne lache, über Deutschland aber die ganze Welt. Dieser grammatikalische faux pas zeigt, welche Verbitterung eigentlich momentan in der Bevölkerung herrscht. Prompt hat die rechte Marktschreierpartei für sich dieses Thema auch reklamiert und propagiert dies auf Wahlplakaten. Alle Wähler sind für Umweltschutz, alle Wähler wissen auch, dass die fossilen Brennstoffe endlich sind. Es hat aber keinen Zweck von der Autoindustrie pauschal zu verlangen, dass in rund zehn Jahren die Immissionen um 35 % gesenkt werden, wobei jedes Schulkind weiß, dass Dieselfahrzeuge um rund 25 % weniger co2 ausstoßen als mit Benzin betriebene Fahrzeuge. Allerdings gilt auch, je besser die Verbrennung ist, desto weniger Kraftstoff wird verbraucht und desto weniger co2 wird ausgestoßen; auf der anderen Seite zeigt allerdings auch die Temperatur worauf wiederum mehr Stickoxyde entstehen. Auch könnten die Fahrzeugflotten nicht auf elektrische Energie so ohne weiteres umgestellt werden. Um so viel Strom zu produzieren, müsste viel mehr Braunkohle verfeuert werden um die Leistung vorrätig zu halten, völlig unabhängig davon, dass weder Ladestationen noch Batterien zur Verfügung stehen.

Zu allen diesen Problemen, die die Bevölkerung kennt, hat die Politik, gerade der großen Parteien, nicht ansatzweise ein Rezept zur Verfügung.

Ein anderes Thema, Deutschland will nach dem Willen der großen bayerischen Staatspartei nur 2oo ooo Flüchtlinge im Jahr aufnehmen. Bis zum Oktober 2o18 sind nur 1oo ooo gekommen. Nichtsdestoweniger wartet man bei den Grenzübertrittsstellen stundenlang, obwohl diese Kontrollen völlig uneffektiv sind. Die Wähler haben den Eindruck, dass nur momentane Stimmungen aufgenommen werden und die Politiker aus Angst reagieren, nicht aber mehr zum Wohl unserer Republik, die auf 7o Jahren Frieden zurückblicken kann.

Liebe Freunde der Landshuter Mitte. Vielleicht sind Sie klüger und wissen eine Partei, die das Unbehagen in der Bevölkerung wieder aufnimmt und dazu führt, dass sich die Bürger wohl fühlen können.

Mit freundlichen Grüßen
Tilman v. Kuepach